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88 tablaturen für Morbid Angel


Morbid Angel - Formulas Fatal To The Flesh (8,5/10) - USA - 1997

Genre: Death Metal
Label: Earache
Spielzeit: 51:40
Band homepage: Morbid Angel

Tracklist:

  1. Heaving Earth
  2. Prayer Of Hatred
  3. Bil Ur Sag
  4. Nothing Is Not
  5. Chambers Of Dis
  6. Disturbance In The Great Slumber
  7. Umulamahri
  8. Hellspawn: The Rebirth
  9. Covenant Of Death
  10. Hymn To A Gas Giant
  11. Invocation Of The Continual One
  12. Ascent Through The Spheres
  13. Hymnos Rituales De Guerra
  14. Trooper
Morbid Angel - Formulas Fatal To The Flesh

Als ich eines Tages durch die „The Metal Observer“-Seiten surfte, bemerkte ich, dass MORBID ANGEL’s „Formulas Fatal To The Flesh“ nur 6,5 von 10 Punkten erreicht hatte. Ich stimme zu, dass es nicht MORBID ANGEL’s stärkstes Werk ist, das ist in meinen Ohren „Blessed Are The Sick“, aber auf dieser Platte gibt es verdammt guten Death Metal zu finden. Jeder, der auf Death Metal steht, kennt MORBID ANGEL oder sollte das zumindest. Ihre Karriere hat in den frühen 80ern begonnen, und mit mehr als 20 Jahren auf ihrem Buckel kann man sie mit Sicherheit als Veteranen in ihrer Disziplin bezeichnen.

 

Das hier ist ihre erste Platte mit Steve Tucker, er hat Mikro und Bass von David Vincent übernommen, der nach “Domination” gegangen war. Ich weiß nicht, ob die Hardcore-MORBID ANGEL-Fans Steve Tucker jemals als neuen Frontmann akzeptiert haben, aber keine dieser Fragen macht mir etwas aus. Steve Tucker growlt wie die Besten, und um in einer Band wie MORBID ANGEL zu spielen, muss man sicherlich auch ein fähiger Bassist sein. Obwohl ein neuer Mann auf den zuvor genannten Posten ist, ist es nicht allzu schwer zu hören, dass es MORBID ANGEL. Trey Azagthoth ist der Haupt-, fast alleinige, Songwriter in MORBID ANGEL, und er weiß, wie MORBID ANGEL klingen sollen.

 

Wenn MORBID ANGEL diesem guten alten Death Metal spielen, sind sie immer noch unter den Besten, aber wo sie sich über die Jahre verschlechtert haben, sind ihre Instrumentale. Am Anfang ihrer Karriere, als Trey Azagthoth von klassischer Musik inspiriert wurde, hat er interessante Interludien geschrieben. Nachdem er sich von klassischer Musik abgewandt hat, zu wenig Groove war seine Erklärung, sind die Instrumentale schlecht geworden. Ich weiß nicht, ob es da draußen jemanden gibt, der diese hier den alten Interludien vorzieht, aber das würde mir eh nichts bringen.

 

Ich denke, es ist Zeit, etwas darüber zu schreiben, warum ich den auf “Formulas Fatal To The Flesh” servierten Death Metal mag. Der in den meisten Songs zu findende Speed ist einfach unglaublich. Die Breaks, die Pete Sandoval in die Blastbeats einbaut, sind einfach herausragend, wenn es um Hyperblast geht (klingt wie aus Star-Trek), ist Pete Sandoval der König. Nicht zu vergessen seinen Doublebass-Kick, er ist präzise wie ein Schweizer Uhrwerk und schafft es, die Geschwindigkeit mit Eleganz zu erhöhen und zu verringern. Diese Platte als brutales Death Metal Album zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Sicher gibt es Bands, die lärmender sind als MORBID ANGEL, aber ich bezweifle, dass es allzu viele gibt, die die Art von Geschwindigkeit schlagen, die auf „Formulas Fatal To The Flesh“ zu finden ist. Es ist eine wahre Speedraserei, bis „Nothing Is Not“ ohne Blastbeats, aber voller Killerhooks einsetzt. Die Geschwindigkeit nimmt wieder zu, wenn wir bei „Chambers Of Dis“ angelangen. Erwähnte ich, dass bis jetzt jeder Track exzellent ist, wenn ihr auf gut gespielten, brutalen Death Metal steht.

 

Dann kommt “Disturbance In The Great Slumber”, ein Instrumental, das sich am richtigen Platz befindet, aber gar nicht gut klingt. Ich unterstütze die Idee, Instrumentale um ein Album herumzusetzen, um es abwechslungsreich genug zu machen, um diese ultraschnellen Songs glänzen zu lassen. Wenn diese Instrumentale mich nur interessieren und die Qualität des Restes des Materials halten würden, wäre das hier einer 10 noch näher.

 

Nur zwei der Death Metal Songs können als langsam angesehen werden, und beide von ihnen können auch als exzellent beurteilt werden. In einem der langsamen Songs, „Invocation Of The Continual One“, übernimmt Trey Azagthoth die Vocals. Es ist eine vielschichtige Herangehensweise und klingt wirklich giftig, er klingt wie etwas von tief unten (nicht Australien), und das muss als Kompliment angesehen werden.

 

Wenn ihr neu im Death Metal seid und rausfinden wollt, wie eine hysterische, schnelle Platte klingen kann, dann solltet ihr diese hier auschecken. Es könnte auch jemanden geben, der von der eher niedrigen Bewertung, die diese Platte erreicht hat, abgeschreckt wurde. Ich denke, jeder, der sie beiseite gelegt oder nie gekauft hat, sollte ihr noch eine Chance geben. Ein Song wie das zuvor genannte „Invocation Of The Continual One“ enthält mehr Ideen als einige Death Metal- oder irgendwelche anderen Bands in ihrer gesamten Karriere hervorbringen. Eine weitere interessante Sache ist, wie weit MORBID ANGEL mit ihren Albumtiteln im Alphabet kommen. Ihr aktuelles Werk, „Heretic“, beginnt mit einem H, was der achte Buchstabe im Alphabet ist. Ich denke, es wird noch spannend, ob sie das Alphabet voll kriegen oder nicht. (Online 23. März 2005)

Arve Henriksen



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