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Bewertungserklärung



Orna Annon - Demo 2004 (8,5/10) - USA - 2004

Genre: Viking Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 18:34
Band homepage: Orna Annon

Tracklist:

  1. Heir To The Throne
  2. The Black Sea: March Of The Cephalopods
  3. Forodór
Orna Annon - Demo 2004

Band numero drei, die ich auf myspace.com entdeckte und deren Demo sich in meinem Player dreht, hört auf den schönen Namen ORNA ANNON. Nach diversen anderen Bands, in denen Teile der Band zuvor zusammen spielten, landete man 2004 schließlich bei diesem Namen und erkor den Viking Metal zum Stil, Erfahrung hat man also trotz des jungen Alters durchaus auf dem Buckel.

 

Dieses erste Demo besteht aus drei Songs, auf denen die Jungs eine recht interessante Mischung fahren, bestehend aus einer Menge Viking Metal, angereichert mit etwas Black und auch ein paar Einflüssen aus dem Power Metal, plus Fantasy-Texten und Keyboards, sollte nun eigentlich genügen, um eine Vielzahl der Puristen entweder schreiend oder lachend aus dem Raum zu schicken, wenn ihr aber gegenüber Sachen wie dieser einigermaßen offen seid, dann macht euch auf etwas mehr als 18 Minuten geilen Metals gefasst, denn das ist genau, was uns hier entgegenkommt!

 

Ein Horn erschallt zu Beginn von „Heir To The Throne“, bevor man keyboard-unterstützt und mit harschen Vocals fortsetzt, nur um dann im Refrain mit sehr gutem klarem Chor einen oben draufsetzt. Dabei bietet man starkes Riffing und zeigt ein bemerkenswertes Händchen für eingängige Melodien und dynamischen Songaufbau, sehr guter Anfang, insbesondere der Chor hat mich endgültig überzeugt. „The Black Sea: March Of The Cephalopods” ist etwas aggressiver (dennoch mit starker Keyboardunterlegung), da man hier auf klare Vocals über lange Strecken verzichtet und die garstige Stimme von Kyle Martin McCrane zu großen Teilen das Bild bestimmt. Das gute Riffing findet hier allerdings seine Fortsetzung, manch einem mag das recht stark eingesetzte Keyboard etwas übel aufstossen, in Zukunft sollte man vielleicht versuchen, es etwas homogener in den Bandsound einzubauen. Nach gut vier Minuten wird man dann mit einem Male sehr symphonisch, mit sehr gut eingesetztem Klargesang, welcher dem Song eine ganz eigene Note verleiht, sollte man vielleicht noch etwas häufiger einsetzen!

 

Den Abschluß bildet dann „Forodór“, ein majestätisch stampfender Song, bei dem diesem Wunsch sogleich nachgekommen wird, denn hier bekommen wir ausschließlich Klar- und Chorgesang, was der Epik und Majestät des Songs sehr, sehr zuträglich ist! Lediglich gegen Ende, wo man etwas beschleunigt wird die Stimme etwas harscher, mehr eine Art Shoutgesang.

 

Die Produktion ist noch etwas unausgeglichen, vor allem die Keyboards stehen etwas zu stark im Mix, da es sich aber um das erste Demo der Band handelt, kann man darüber getrost hinwegsehen, da es auch der einzige Mangel ist, und die Tatsache, dass man es geschafft hat, drei sehr starke Kompositionen auf CD zu bannen, hilft dabei auch ungemein. Teilweise ist es noch etwas „rohes“ Talent, aber hier kann etwas heranwachsen, dass den Skandinaviern des Genres schon bald durchaus Konkurrenz machen kann, mir gefallen ORNA ANNON ausgesprochen gut und ich hoffe schon bald auf neues Material! (Online 27. März 2005)

Alexander Melzer



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