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Fozzy - All That Remains (8/10) - Kanada - 2005

Genre: Heavy Metal
Label: Koch (Canada)
Spielzeit: 41:30
Band homepage: Fozzy

Tracklist:

  1. Nameless Faceless
  2. Enemy
  3. Wanderlust
  4. All That Remains
  5. The Test
  6. It’s A Lie
  7. Daze Of The Weak
  8. The Way I Am
  9. Lazarus
  10. Born Of Anger
Fozzy - All That Remains

FOZZY ist die Gruppe des WWE-Superstars Chris Irvine (besser bekannt als Chris Jericho). Der Mann ist ein großer Metal-Fan, und ich kann mich sogar erinnern, dass ich ihn in einem bekannten Metal-Magazin gesehen habe, wo er seine Top 10 Listen von jedem Jahr der 90er genannt hat, und er nannte Namen wie DREAM THEATER und NEVERMORE (das habe ich aus meiner Erinnerung gesagt, also könnten die Details leicht daneben liegen). Also merkt man, dass der Mann wirklich mit dem Herzen dabei ist. Als FOZZY angefangen haben, gab es eine ganze Hintergrundgeschichte zu FOZZY, darüber wie sie seit den frühen 80ern auf einer Insel feststeckten und all die Hits geschrieben haben, mit denen Bands wie ACCEPT, IRON MAIDEN usw. berühmt wurden. Auch hatte Jericho ein Alter Ego namens Mongoose McQueen, das arrogant und unverschämt war und ein Ego von der Größe Kanadas hatte. Es hätte perfekt funktionieren sollen. Auch in den Reihen von FOZZY ist Rich Ward (STUCK MOJO), der Chefsongwriter.

 

Die WWE hat FOZZY, zu niemandes Überraschung, bei ihren Fernsehausstrahlungen promotet, aber eine kleine Sache ragte heraus wie ein entzündeter Daumennagel. Jerichos Vocals waren live nahezu schrecklich und es gab EINE MENGE Kommentare über die einfache Tatsache, dass er es live nicht bringen konnte. Das ist einer der Gründe, warum ich zögerte, mir ihr Werk zu holen. Der andere Grund war, dass Chris Jericho ein Wrestler ist, wenn auch ein extrem talentierter. Normalerweise bin ich skeptisch, wenn jemand in einer bestimmten Unterhaltungsbranche entscheidet, eine andere Richtung einzuschlagen. Also habe ich mir nie die Mühe gemacht, FOZZY auszuchecken.

 

Ich habe das hier als Promo bekommen, und meine erste Reaktion war Interesse. Ich hatte keine Erwartungen, keine Vermutungen, nichts dergleichen. Also habe ich das hier einfach in meinen CD-Player gesteckt und einfach zugehört. Und mich gefragt, ob das derselbe Chris Jericho war, den ich all die Male auf WWE TV gesehen habe und der nicht in der Lage war, einen Song zu singen.

 

Ich werde nicht um den heißen Brei herumreden. Das hier ist ein eingängiges, gut geschriebenes, gut performtes Heavy Metal Album, angeführt von einem Frontmann, der eine große Menge Ausdruck und Gefühl in seinem Gesang hat, die das Fehlen einer großen Reichweite mehr als wettmacht. Die Musik rult einfach mit verblüffend Bad-ass-artigen Riffs, massig Hooks, eingängigen Refrains und einer Spaß machenden Stimmung auf dem gesamten Album. Jericho ist auf der CD ein ziemlich guter Sänger. Er ist kein Bruce Dickinson, aber er ist nicht schlecht. Ja, FOZZY haben eine Platte veröffentlicht, die, wenn es ETWAS Gerechtigkeit in der Musikindustrie gäbe, die Mainstreamcharts aufmischen würde. Die Musik ist heavy, catchy, melodisch, kraftvoll und macht Spaß. Was ist nicht mögenswert? Die Songs sind alle einzigartig, etwas, das VIELEN Releases heutzutage zu fehlen scheint, und sie bringen es auf nahezu 50 Minuten mit reinem Heavy Metal.

 

Es gibt auf diesem Album auch einige Gäste. Zakk Wylde, Mark Tremonti und Marty Friedman tragen alle Gastsoli bei, was ein netter Touch ist. Denkt darüber nach, für wen diese Männer gespielt haben, und seid euch darüber im klaren, dass der einzige Grund, warum sie auf diesem Album gespielt haben, ist, dass es einfach rult.

 

Das hier ist für mich ziemlich amüsant. Ein Wrestler hat ein Nebenprojekt ins Leben gerufen und eine der besten Veröffentlichungen rausgehauen, die ich seit Jahren gehört habe, obwohl sie nicht ernst genommen werden wird, weil er ein Wrestler ist. Dieses Album ist voller verblüffender Songs, und am Ende ist es das, was zählt.

 

Anspieltipps: “All That Remains” und “It’s A Lie“ sind die besten Songs auf dem Album. (Online 28. März 2005)

Armen Janjanian



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