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Furthest Shore - Chronicles Of Hethenesse, Book 1: The Shadow Descends (7,5/10) - Finnland - 1999

Genre: Folk Metal
Label: Skaldic Art
Spielzeit: 49:22
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Rise Of The Immortals
  2. Land Of The Free And Proud
  3. The Seven Arrive
  4. Tower Of God
  5. The Blade
  6. The Battle Of Haukfnead
  7. ...Until The Bitter End
  8. Guardian Of The Blade
  9. The Prophecy
Furthest Shore - Chronicles Of Hethenesse, Book 1: The Shadow Descends

FURTHEST SHORE ist ein Projekt, das geschaffen wurde, um den mächtigen BATHORY und Quorthons epischer Kunst Tribut zu zollen. Also kein Kult-Black-Metal hier, sondern ein superber Tribut an die Majestät solcher Alben wie „Hammerheart“ und „Twilight Of The Gods“. Und während es ein Tribut ist, ist es zum Glück keine Neuauflage dieser Meisterwerke. Natürlich sind die BATHORY-Einflüsse offensichtlich, aber für dieses Album hat es die Band geschafft, einen eigenen Stil zu erschaffen, nichts allzu Einzigartiges, aber sehr schön für die Ohren. Im neuen Line-up haben wie Mitglieder von DARKWOODS MY BETHRONED und wieder mal NIGHTWISH-Mastermind Tuomas Holopainen. Dieses Album ist den epischen Parts von DARKWOODS’ zweitem Album, „Autumn Roars Thunder“, sehr ähnlich.

 

Was der Hörer bekommt, sind großartige epische Keyboardmelodien, hymnische Vocals und langsames Gitarrenspiel, was zusammen einen bombastischen Sound erschafft, obwohl es nicht den Wagnerschen Stil erreicht, den Quorthon auf „Twilight“ hat. Neben dem normalen Keyboard wird manchmal eine Flöte auf sehr sinnvolle Art und Weise benutzt, was die epische Erfahrung erweitert. Und natürlich gibt es Akustikgitarrenklänge, die erfreulich mit den Riffs gemischt sind.

 

Das Problem, dass man mit diesem Album haben kann, ist, dass es keine großen Unterschiede zwischen den Songs gibt, alle sind sehr gut und in der Lage, ein gutes Bild zu erzeugen, aber keiner bleibt wirklich hängen oder ist radikal anders als die anderen. Ich habe auch das Gefühl, die Produktion ist ein wenig zu klar und glatt für die Musik, eine harscher Sound würde beim Hörer mehr Gefühle hervorrufen und es insgesamt interessanter machen. Wo das gesagt ist, muss ich sagen, dass die Gitarrensoli wirklich gut und emotional sind, was es sehr unterhaltsam hält.

 

Natürlich wird es immer herausragende Songs geben; ich muss sagen, dass der erste Song nach dem Intro “Rise Of The Immortals” (wir sprechen hier nicht von den USA, oder?) einen wirklich guten Drive hat, er zeigt praktisch sofort, worum es bei all ihnen geht. Dann ist auch „The Battle Of Haukfnead“ großartig, würde aber von etwas mehr Aggression und Geschwindigkeit profitieren, wie die meisten Songs hier. Das raue Gefühl ist hier nicht wirklich vorhanden, und das ist es, was BATHORY zu einem der Großartigsten aller Zeiten macht. Der nächste Song, „...Until The Bitter End“, ist auch ein Killer, er hat wahrscheinlich das beste Riff und klingt einfach am kraftvollsten. Tuomas’ Keys klingen hier großartig, wie es bei jeder seiner Bands der Fall ist.

 

Auf jeden Fall eine unterhaltsame Platte; sehr entspannend, aber die Band würde von etwas mehr Aggression und einem etwas raueren Sound profitieren. Eine weitere Sache ist Abwechslung in der Geschwindigkeit, der zweitletzte Song, „Guardian Of The Blade“ enthält einige der schnellsten Parts des Albums und ist gleichzeitig einer der besten Songs hier. Dasselbe gilt für den Abschlusstrack „The Prophecy“, was die zweite Hälfte des Albums besser als die erste macht. Hier sind einige der besten akustischen Klänge zu hören. Leute, die sich für dieses Album interessieren, sollten keine BATHORY-Kopie erwarten, sondern eher eine sehr entspannende epische Reise. Und letztendlich deutet das Album an, dass es weitere Alben geben wird, oder Kapitel, wenn ihr so wollt; ich hätte nichts dagegen... (Online 5. April 2005)

Milan Elkerbout



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