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85 tablaturen für Napalm Death


Napalm Death - Enemy Of The Music Business (8/10) - Großbritannien - 2001

Genre: Grindcore / Death Metal
Label: Dreamcatcher Records
Spielzeit: 48:35
Band homepage: Napalm Death

Tracklist:

  1. Taste The Poison
  2. Next On The List
  3. Constitutional Hell
  4. Vermin
  5. Volume Of Neglect
  6. Thanks For Nothing
  7. Can’t Play, Won’t Pay
  8. Blunt Against The Cutting Edge
  9. Cure For The Common Complaint
  10. Necessary Evil
  11. C.S. (Conservative Shithead) (Pt. II)
  12. Mechanics Of Deceit
  13. (The Public Gets) What The Public Doesn’t Want
  14. Fracture In The Equation
Napalm Death - Enemy Of The Music Business

“Thanks for fucking nothing”! Sänger Barney Greenway schreit sich so die Lunge aus dem Leib und das NAPALM DEATH Kollektiv zeigt der Musikindustrie einen riesigen Mittelfinger. Der Vierer aus Großbritannien terrorisiert die Musiklandschaft nun schon seit mehr als zwei Dekaden, sie schreien ihre politischen Botschaften heraus und begeistern Fans von Grind und Death Metal gleichermaßen mit ihrer Art von Butalität, die schon viele zu kopieren versucht haben.

 

Zahllose Bands haben schon verzweifelt versucht, im Laufe der Jahre wieder zu ihren Wurzeln zurückzukehren und den Funken, der sie damals zu ihrer Karriere inspirierte, neu zu entfachen, doch nur wenige schaffen diese Verwandlung wirklich glaubwürdig. „Enemy Of The Music Business“ ist ein Meilenstein, denn dieses Album enthält wirklich diesen unglaublichen Funken aus Hass, Jugendlichkeit und Intensität, mit dem ND ihre frühe Karriere begannen. Die Inspiration und die Wut für dieses Werk entstanden aus gewissen Umständen. Der Hass auf die Wirtschaft und die Texte darüber resultierten aus der Frustration, die NAPALM DEATH damals mit Earache Records hatten. Dies führte dazu, dem Monster wieder aufzuhelfen und zu ihrem extremen Death/Grind Sound zurückzukehren, nachdem die vorherigen Alben eher experimentell ausfielen (sie verwendeten sogar wieder das alte Logo).

 

Das Album ist purer Chaos. Ich kann mir keine bessere Musik vorstellen, zu der man sein Zimmer verwüstet. Diese Intensität wird vor allem in Barney’s Stimme deutlich, denn er kreischt und kratzt mit solch einer Wucht, er muss zwischen den Tracks sicherlich Blut gekotzt haben, denn er klingt so unglaublich unbarmherzig. Der Gesang untermalt exzellent die Kombination aus Old School Grind und süchtig machendem Death Metal, der hektisch von den Twin Guitars von Mitch Harris und Jesse Pintado angetrieben wird. Die Riffs dieser Genies springen aus den Speakern und tröpfeln dir bis durch zur Halsschlagader. Dieses Album enthält die eingängigsten, brutalsten und heftigsten Leads/Riffs, die ich seit langem von MAPALM DEATH gehört habe. Hört euch dieses Album nur mal komplett an und legt danach „Words From The Exit Wound“ oder „Inside The Torn Apart“ ein. Ihr werdet unmöglich sitzen bleiben können, da der Kontrast zu groß ist.

 

Obwohl Mitch Harris und Jesse Pintado top zur Sache gehen, erreichen sie nicht das Aggressivitätslevel von Drummer Danny Herrera. Dieser Junge spielt wie ein Tornado hinter seinem Kit. Ich habe noch nie so viele interessante Fills auf einem Grindcore Album gehört. Ich bin mir sicher, dass man den Drummer im Studio nur verschwommen sehen konnte, weil die ganze Zeit seine Arme unmenschlich schnell umher flogen. Danny spielt auch viele Blastbeats (wer hätte das gedacht?), so dass das Ganze auch nie langweilig wird. Sie sind wirklich herausragend und gemeinsam mit vielen der Riffs verleihen sie vielen der Songs ihre Identität.

 

Dieses kleine Juwel ist eines der besten Alben von NAPALM DEATH und es führte sie wieder zurück zu ihren Grind Roots und weg von ihrem Mitt90er Experimentalsound. Fans von Death Metal und Grind vereinigt euch und sonnt euch in diesem goldenen Sonnenschein an Garstigkeit und brutalster Gewalt. (Online 11. April 2005)

Charles Theel



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