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Bewertungserklärung



Centaurus-A - Narcotic (8,5/10) - Deutschland - 2003

Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 17:30
Band homepage: Centaurus-A

Tracklist:

  1. Narcotic
  2. Downwards
  3. Resistance Ain’t Futile
  4. For Purpose
Centaurus-A - Narcotic

“Tagebuch des Captains: Sternendatum, unwichtig. Position: Unwichtig. Mein Kopf schmerzt, habe wieder die Klänge von polterndem Metal in meinem Kopf gehört, wer sind diese Männer, die nachts meinen Geist mit ihren höllischen Szenerien beflecken?“ Warum sollte man die perfekten Kopfschmerzen heraufbeschwören, indem man BRITNEY SPEARS (kaum zu glauben, dass ich gerade so viele Großbuchstaben für diese Barbie-Puppe verschwendet habe) oder irgendein anderes zuckerüberzogenes Pop-Album hört, wenn man denselben Effekt nach vier Tracks von CENTAURUS-A, Deutschlands nächstem Tech Metal-Vitamin für jede öde Situation, erreichen kann.

 

Dies ist das dritte Demo der Band, 2003 veröffentlicht, zwei Jahre von unserer jetzigen Zeit, weiß nicht, warum wir es so spät bekommen haben, besser spät als nie sagen einige. „Narcotic“ treibt entzückende Klänge zerstörerischen Death Metals nach vorne, strukturiert und kontrolliert, ich bezweifle, dass die Band eine Lektion benötigt, wie man ein spastisches Lead schreibt oder einen kurzen Jazz-Fill hinlegt, sie sind alle exzellente Spieler und ihre Songs sind fleischig und mit saftiger Technik geladen.

 

CENTAURUS-A schreiben in etwa Death, Thrash, Jazz und die diversen Cores des amerikanisch-schwedischen Metals, sind die Ideen einmal zu einem tödlichen Monster angehäuft, stehen euch wütender Death Metal und eine aggressive Stimme (eine Kreuzung aus Björn Goosses’ Schreien und Chuck Schuldiners „Human“-Ära-Growling) bevor, die Worte reinen Hasses ausspeit, eine Betonfaust direkt in dein Gesicht. Der komplexe Wahnsinn des Math Core wickelt sich auf und fügt den Tempowechseln eine bizarre, gepanzerte Arroganz hinzu, das war kein Scherz mit den Kopfschmerzen, versucht für eine Weile die wirren Jazz-Passagen, das ist die einzige Entspannung, was diesen Höllenritt betrifft.

 

Anders als ständige Mutationen, die frei von jeglichen Regeln sind (TODAY IS THE DAY, INTO THE MOAT, DILLINGER ESCAPE PLAN), arbeiten die Fünf in CENTAURUS-A in ihren Songs mit Strukturen, natürlich ist das erst nach mannigfaltigen Therapiesitzungen in den Arrangements zu hören. Gott weiß, dass ich immer noch die letzten Tage von DEATH vermisse, und CYNIC’s einmalige Leistung etwas ist, wovon ich gerne mehr hätte, dieses Demo (!) scheint zutiefst von denselben Idealen inspiriert zu sein, die in jazzigem und progressivem Death Metal benutzt werden, das ist gut zu wissen, wenn ihr mich fragt. Der Sound ist gut, das Songwriting frisch, und Technik ist definitiv etwas, was sie auf Lager haben, es ist geradezu beängstigend, sich diese Band in fünf Jahren vorzustellen, ich würde auf ihren zukünftigen Alben liebend gerne die Arbeit eines bekannten Produzenten hören, ich sage euch, ein Daniel Bergstrand-Mix wäre der Hammer!!!

 

“Narcotic” ist der Beginn des Weges eines legitimen Nachfolgers von Bands, die detailliertes Arrangieren, flüssige Musizierung und die Fusion diverser kompetenter Genres in eine höhere Essenz überschwänglichen Metals darstellen... und ihr hängt immer noch bei NECROPHAGIST fest, schade. (Online 17. April 2005)

Frodi Stenberg



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