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Ein besonderes Brett kommt mir hier aus Dänemark entgegen geflogen, “Stormforce”, das bis dato einzige komplette Album von CONTEMPT. Fetten Death/Thrash gibt es hier geboten, von Jacob Hansen gelungen in Szene gesetzt, der aber nicht wie der übliche moderne Death/Thrash ist, der uns heutzutage im Dutzend um die Ohren gepfeffert wird. Nein, die 1996 in Sønderborg gegründete Band verbindet vielmehr den guten alten Schweden-Death Metal der Neunziger mit aggressivem US-Thrash der Achtziger und haut uns dann eine gehörige Kelle Melodien und einer Menge Power oben drauf und fertig ist ein Album, das vor Energie nur so strotzt.
Das Riffing von Rene T. Holm und Johnni B. Jensen kommt rasierklingenscharf durch die Lautsprecher, des öfteren auch gedoppelt, verfeinert mit allerlei melodiösen Leads und variablem Drumming, das immer wieder mal fett auf die Double-Bass-Tube drückt und den Song voran- sowie den Hörer in die Lehne des Sofas treibt. Dabei gestaltet man die Songs auch angenehm abwechslungsreich, mal mehr auf Groove bedacht, dann voll auf die Zwölf donnernd, mit den aggressiven, aber nie übertriebenen Vocals von Morten Larsen als Verzierung oben drauf.
„When The Wells Dried Out“ ist mit Sicherheit eines der Highlights des Albums, da man hier sehr erfolgreich guten Groove mit aggressiven Gitarren, fetten Double-Bass und dem heiseren Organ Mortens verbindet, während ein „Truth Appearing“ unheilvoll ruhig beginnt, bevor das Riffgewitter den Scheitel neu legt, aggressiv, tight, aber dennoch mit genügend Melodien angereichert, um auch mich auf seine Seite zieht und auch ein „Better Or Worse“ mit seiner ungemeinen Dynamik absolut überzeugen kann!
Hier und da erinnern mich die Jungs an „Stormchoirs“, das überragende Debüt der Schweden von SKYMNING, wenngleich mit einer größeren Thrash Metal-Schlagseite (während die schwedischen Kollegen doch eher im traditionellen Heavy Metal wilderten) und aufgrund der um einiges längeren Spielzeit nicht durchgehend das hohe Niveau halten könnend, wofür aber unter anderen die gerade angesprochenen Tracks mehr als entschädigen.
Für ein Debüt, muss ich allerdings sagen, legt man allerdings schon reichlich gute und frisch klingende Songs hin, die auch mit einer ganzen Menge Energie hereinbrechen. Noch kein Überflieger, aber mit einer Menge Potential für die Zukunft, ich hoffe, dass ein neues Album das Ganze auf das nächste Level bringen kann. (Online 20.April 2005)
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