The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung



Requiem Aeternam - Philosopher (9,5/10) - USA - 2004

Genre: Progressive Death Metal
Label: ICorp
Spielzeit: 46:20
Band homepage: Requiem Aeternam

Tracklist:

  1. Rectitude
  2. Wisdom
  3. Liberty
  4. Logos >mp3
  5. Antichrist
  6. Desperation
  7. Philosopher
  8.     >mp3
    Note: This is not a typo, the last track's title is "   "!
Requiem Aeternam - Philosopher

Die Band besteht jetzt schon seit zehn Jahren und sie sind gerade erst bei ihrer zweiten Platte. Der langen Rede kurzer Sinn: die Band begann als Viergespann, zu welchem zu dem Zeitpunkt noch Martin Lopez und Martin Mendez gehörten, beide in OPETH. Nachdem sie ihre Debüt-CD in ihrer Heimat Südamerika (genaugenommen Uruguay... – Alex) aufgenommen hatten beschloß Sänger/Gitarrist Jose Romero, die Band nach Amerika zu verlegen, um präzise zu sein: New York City.

 

Nach mehreren Besetzungswechseln und Demos sind RA jetzt ein Trio, das Alex Hernandez (ex-IMMOLATION) fürs Schlagzeug und Maciei am Bass rekrutiert hat. Die Kompositionen sind einfach nur verblüffend, denn sie kombinieren Bands und Stile wie OPETH, SYSTEM OF A DOWN, Black Metal und technischen Metal. Man hat daran sicherlich ganz schön zu beißen, aber es hält von Anfang bis Ende wach. "Rectitude" hat schwer treibende Riffs, die gut zu Alex' schnellem Schlagwerk passen. Ihr werdet bemerken, daß das Gitarrenspiel etwas von Peter Lindgren/Mikael Åkerfeldt hat, besonders wenn die akustischen Gitarren ins Spiel kommen. Was den Gesang angeht reicht Joses Repertoire von gequältem Black-Metal-Schreien/-Kreischen bis zu bizarr klaren Vocals in SOAD-Manier. Alle Mitglieder zeigen beträchtliches technisches Können und das Endresultat ist verdammt beeindruckend.

 

Etwas das euch auffallen wird ist, daß es in jedem Song jede Menge Melodien gibt, aber sobald ihr sie gehört habt werdet ihr die Anmut und Schönheit, mit denen sie gespielt werden, zu würdigen wissen. Sie helfen, dem Chaos etwas entgegenzuwirken. An diesem Album finde ich richtig cool, daß jedem Song ein Philosoph zugrunde liegt: Nietzsche und ähnliche. Wenn ihr also intelligenten Metal sucht, habt ihr ihn gefunden. Jeder Track wurde mit viel Sorgfalt und Liebe geschrieben, was sich bei jedem Hören aufs Neue zeigt. Ich hoffe nur, daß es diesem dynamischen und ergiebigen Dreigestirn gelingen wird, viele weitere Alben zu machen die genauso durchdacht sind wie dieses. Das hier ist kein Volltreffer. Es ist ein Sechser im Lotto! (Online 4. Mai 2005)

Joe Florez



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss