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Hedfirst - Scarismatic (2/10) - Polen - 2005

Genre: Metalcore
Label: Metal Mind Records
Spielzeit: 39:09
Band homepage: Hedfirst

Tracklist:

  1. Scarismatic
  2. Primal Hate
  3. Truth Against Truth >mp3
  4. Time For Fight
  5. Broken Root
  6. Defeat
  7. Dead End?
  8. Sleepers
  9. Scars >mp3
  10. Wasted
  11. The End Is Always The Beginning
Hedfirst - Scarismatic

Die Polen von HEDFIRST sind einfach eine Band, die ich mir nach ein paar Malen nicht mehr anhören würde. Als Metalcore angesehen (meiner Meinung nach ein vollkommen falsch benanntes Genre), mischen HEDFIRST viel, was als Metalcore angesehen wird, mit dem Hin-und-her-Rhythmus von BIOHAZARD. Nehmt einige Stangen Nu-Metal dazu und ihr habt eine Fusion aus Musik, die mich komplett abturnt.

 

Zunächst versucht Sänger Przemek Witkowski zu sehr, wütend und krächzend zu klingen; er klingt nicht viel anders als Sänger, die die wütende Entrüstung eines soliden Metal-Frontmanns einfangen, aber wie jemand, der herauszwingt, war er kann, um diejenigen nachzuahmen, die Wut rausschmettern können. An und an kanalisiert er ein oder zwei Death Metal-Linien, nur um wieder in dasselbe Hoch-und-runter-Tempo der Musik selbst zurückzufallen. Er ragt nicht heraus und er trägt nicht zu dem Gesamt-Bandoutput bei.

 

Musikalisch haben HEDFIRST meiner Meinung nach eine Menge Rhythmusprobleme, was offensichtlich bei Drummer Arek Lukasiak anfängt. Sicher kann er sehr oft in einen Blastbeat wie den jammen, der während „Sleepers“ zu finden ist, allerdings ist er fähiger darin, einfach eine sehr simplen 4x4 Zeitsignatur rauszuwälzen, bei den meisten der Tracks auf „Scarismatic“ nur mit einem Tempowechsel Abwechslung davon. In Verbindung mit der simplen Percussion stehen die zu stark geschmiedeten, runtergestimmten Gitarren, die in Einklang mit den Drums spielen. Symbiotisch ja, aber nervtötend langweilig. Es gibt auf dem Album einige anständige alleinstehende Riffs, aber ihrer sind wenige und sie sind weit verstreut und, wie ich hervorgehoben habe, nie vertikal zum Rhythmus. Was wirklich fehlt, sind irgendwelche anständigen Gitarrensoli. Soli sind vielleicht kein Markenzeichen des Genres, aber charakteristisch für guten Metal, fast essenziell, wie ich finde. Track 9, „Scars“, ist symptomatisch für das Album als Ganzes: Es beginnt mit einem neben dem Ton liegenden, hohen Intro, das auf einer KORN-Platte nicht fehl am Platze klingen würde, der Song watet dann mit einer Monotonie weiter, die so hölzern ist wie die platten Texte, die HEDFIRST ausspeien.

 

Wenn Bands wie VADER, BEHEMOTH und DECAPITATED den Mantel des polnischen Metal schmieden, fürchte ich, dass HEDFIRST nicht mal ein Fleck auf der Windschutzscheibe des Metal sind. (Online 5. Juli 2005)

Stephen Rafferty



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