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Bewertungserklärung



Cellador - Leaving All Behind (8/10) - USA - 2005

Genre: Power Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 23:22
Band homepage: Cellador

Tracklist:

  1. Leaving All Behind
  2. Seen Through Time
  3. Forever Unbound
  4. No Chances Lost
Cellador - Leaving All Behind

Ein weiterer Fund auf myspace.com waren die Amerikaner von CELLADOR, genauer gesagt aus Omaha, Nebraska. Dieser Staat war mir bisher noch nicht für Metal bekannt, aber sobald ich den Titelsong auf ihrer Seite hörte, war es mehr oder minder um mich geschehen, diese Jungs sind ohne Zweifel ein heißer Anwärter auf den Titel der europäischst klingenden Metal-Band der USA! Die deutsche Schule ist dabei sehr deutlich zu hören, frühe HELLOWEEN zum Beispiel, wie auch die anscheinend neue britische Schule von DRAGONFORCE.

 

Und auch wenn CELLADOR nicht wirklich das Power Metal-Rad neu erfinden, so schaffen sie es diesen sehr klassischen Sound mit einer Frische und Spielfreude hinzulegen, dass einem ganz warm ums Herz wird, flirrendes melodiöses Riffing, treibende Drums, hohe, ausdrucksstarke Vocals, wenn ich nicht wüsste, dass das Quintett aus Nebraska stammt, würde ich sie ohne Zweifel nach Europa pflanzen, eine sehr angenehme Überraschung absolut!

 

Was allen vier Songs zueigen ist, ist die Geschwindigkeit, denn CELLADOR verschwenden keine Zeit mit Mid-Tempo oder gar Balladen, nein, hier geht es 23 Minuten geradlinig nach vorne los, mit ordentlich Feuer unterm Arsch, was wohl eine der größten Parallelen zu den Briten von DRAGONFORCE darstellt. Das Gitarrenduo Chris Petersen und Sam Chatham schreddert sich durch die Songs, dass es eine wahre Wonne ist, mit jeder Menge gelungener Solos und teils auch herrlichen Twinharmonien, die Michael Smiths hohe Stimme gut unterstreichen, und dabei dennoch einen gewissen technischen Aspekt nicht vernachlässigend.

 

Manch einer mag nun den Amerikanern einen Mangel an Abwechslung vorwerfen und ganz freisprechen kann ich die Band davon auch nicht, da hier und da eine ruhigere Passage das Songgefüge etwas auflockern könnte, dennoch sind diese vier Songs für eine erste Veröffentlichung mehr als beachtlich ausgefallen und wenn ihr euch generell dieser Richtung zugetan fühlt, dann solltet ihr CELLADOR unbedingt auf der Rechnung haben, denn hier könnte das nächste große Power Metal-Ding der USA heranwachsen! (Online 13. Juli 2005)

Alexander Melzer



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