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Bewertungserklärung



Rex Devs - Zodíaco (4/10) - Spanien - 2005

Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 79:56
Band homepage: Rex Devs

Tracklist:

  1. Preludio
  2. Aries
  3. Tauro
  4. Geminis
  5. Cancer
  6. Leo >mp3
  7. Virgo
  8. Libra
  9. Escorio
  10. Sagitario >mp3
  11. Capricornio
  12. Acuario >mp3
  13. Piscis
  14. Reflexion 
Rex Devs - Zodíaco

Stellt euch folgende Szene vor: CRADLE OF FILTH und NIGHTWISH treffen sich in einem spanischem Restaurant. Nach einem Abend voller Sangria und Knoblauchmayonnaise entschließen sich die Bands zusammen ein Album aufzunehmen. Dabei könnte so etwas in der Art raus kommen wie es REX DEVS auf „Zodiaco“ fabriziert haben.

 

Also Black Metal mit männlichem und weiblichem Gesang, einer Portion Keyboards und eingestreuten Melodien. REX DEVS beschäftigen sich auf Ihrem Konzeptalbum mit den einzelnen Sternzeichen die jeweils durch einen Song vertreten sind. Hört sich Interessant an? Ist es aber nur teilweise! Rein von der Musik her geht die Band relativ passabel zur Sache. Was aber stört ist erstens der weibliche Gesang, der meist recht dünn und hoch aus den Boxen jodelt. Zweitens ist der Gesamtsound ziemlich schwach auf dem Silberling. Vor allem die Drums sind viel zu schwachbrüstig und zu weit in den Hintergrund gemischt. Da hat die Nähmaschine von meiner Oma ja mehr Power. Drittens bietet die Band trotz der modernen Einstellung nicht genug Abwechslung um über die volle Spielzeit überzeugen zu können. Spätestens nach dem fünften oder sechsten Song ertappt man sich dabei nicht mehr richtig zuzuhören. Dabei sind einzelne Stücke wie „Aries“ oder „Escorpio“ gar nicht so schlecht und auch die männlichen Screams kann man ertragen. Ich denke das es die Band mit diesem Album sehr schwer haben wird Gehör zu finden. Für die Freunde von melodischem Black Metal der Marke CRADLE OF FILTH oder DIMMU BORGIR ist „Zodiaco“ einfach zu schlecht produziert und der „echte“ Black Metal Hörer wird sich angesichts der weiblichen Vocals und Keyboards eh mit Grausen abwenden. Wer bleibt also als Zielgruppe übrig? Ich kann euch darauf keine Antwort geben.

 

Positiv finde ich das die Band in Ihrer Landessprache singt bzw. kreischt, das findet man ja nicht allzu häufig. Leider bestätigt die Band aber auch die Behauptung das kaum eine Black Metal Band die nicht nördlich der Alpen beheimatet ist wirklich überzeugen kann. REX DEVS haben noch viel an sich zu arbeiten und es bleibt abzuwarten ob die Band sich verbessern kann. „Zodiaco“ wäre mit einem vernünftigen Sound schon einiges mehr Wert gewesen und mit besseren Songs vielleicht so gar ein gutes Album geworden. Bei dem vorliegenden Ergebnis bleibt mir aber nur zu sagen, dass man diese Scheibe nicht haben muß. Exotenliebhaber können natürlich trotzdem mal ein Ohr riskieren, der Rest nur unter großem Vorbehalt.

 

Anspieltipps: „Aries“, „Escorpio“... (Online 23. Juli 2005)

Patrick Weiler



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