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Wolfthorn - Cold Inside (5,5/10) - Deutschland - 2004

Genre: Black Metal
Label: Behemoth Productions
Spielzeit: 42:17
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Join The Legions >mp3
  2. Moonfields
  3. Wizard Of Black Winds
  4. To The Cold Void Of Time
  5. Led By Blazing Eyes
  6. In His Name, For His Glory
  7. Cold Inside >mp3
  8. New Era Has Risen
  9. Massgrave
  10. Thy Flame
Wolfthorn - Cold Inside

WOLFTHORN sind eine Black Metal-Band, die leider mit Problemen durchsiebt ist. Obwohl weit von anormal entfernt, da eine gewisse Mittelmäßigkeit das Genre in letzter Zeit befallen hat, ist das hier aufgrund ihrer geachteteren und beeindruckenderen Label-Kollegen, namentlich die vor kurzem rezensierten BLACK FUNERAL  und SACRADIS, leicht enttäuschend. Ihre Probleme beginnen bei ihrem Stil. Unnachgiebige Black Metal-Bands, die versuchen, zu viel Melodik zu integrieren, klingen oft einfach wie „Transilvanian Hunger“ auf geistig, so wie dieses hier. Der Grund, warum das ein Problem ist, ist einfach dass die ganze Atmosphäre und die Präsenz, die den DARKTHRONE-Klassiker großartig gemacht hat, in einer Verschwommenheit verloren geht.

 

Ihr Hyperspeedstil geht aufgrund seiner Wildheit und dem schieren Mangel an Atmosphäre weniger in Richtung DARKTHRONE und mehr zu MARDUK und ihresgleichen. Versteht mich nicht falsch, WOLFTHORN bringen in der Tat eine sehr destruktive Botschaft rüber, aber der Versuch, so viel Melodie einzubinden, lenkt wirklich von diesem Aspekt ihres Kreuzzuges ab.

 

Der allgemeinen Langweiligkeit dieser Veröffentlichung wird keineswegs dadurch abgeholfen, dass man einfach das Gefühl hat, dass all diese Riffs, Passagen und Ideen schon mal gehört wurden. Eigentlich würde ich so weit gehen zu sagen, dass die primäre Reaktion auf dieses Album, aufgrund der Tatsache, dass es zahllose einfach bessere Bands mit mehr Präsenz, mehr Attitüde, mehr Extremität und mehr Atmosphäre gibt, schiere Langeweile ist. Dieses Album hat eine allgemeine Durchschnittlichkeit, sodass es so nervtötend stumpf wird, dass ich es beim ersten Versuch nicht ganz durchhalten konnte. Eigentlich bin ich nicht mal bis zu „In His Name, For His Glory“ gekommen.

 

Das Licht am Ende des Tunnels zeigt sich sozusagen in Form von “In His Name, For His Glory”, da das allgemeine Tempo deutlich verlangsamt wurde. Was einem sofort auffällt, ist einfach wie viel besser die Atmosphäre in diesem Track ist und wie viel mehr der feinsinnige Einsatz von Melodien wirklich zu der kranken Melancholie des Tracks beitragen kann. Selbst die fürchterliche Produktion kann diesen Track nicht vermiesen, noch ein Problem, weil es einfach nur das ist, ein guter Track. Dabei ist der folgende Track, der Titeltrack, auch nicht schlecht.

 

Es kommt allerdings zu wenig, zu spät. Die Produktion schadet diesem Album, da die Drums einen soliden Basssound haben, aber ziemlich offensichtlich programmiert sind und so schrecklich unnatürlich klingen, dass sie wirklich irritierend werden, je mehr man ihnen zuhört. Überdies macht der Kontrast zu den schrillen, dreifachen Gitarren diese Gitarren einfach zu schrill und die Drums zu kraftvoll.

 

Bands mit einer schrecklichen Produktion (in Sachen Soundqualität statt dieses fürchterlichen Mixes) erzeugen manchmal kraftvolle und mächtige Atmosphären. Hört euch beispielweise einfach das zuvor genannte „Transilvanian Hunger“ an oder noch extremere Beispiele, wie das entsetzliche, aber ansprechend charismatische „Remains Of A Ruined, Dead, Cursed Soul“ von MUTIILATION, um zu sehen, wie eine solch vernichtende Wirkung mit solch bescheidenen Mitteln erzielt werden kann. WOLFTHORN allerdings sind einfach in jeder Hinsicht mittelmäßig und durchschnittlich. In Musik, Produktion und Präsentation schaffen sie nicht, irgendetwas außer einer momentanen Ablenkung zwischen zwei besseren Alben zu bieten. (Online 25. Juli 2005)

Niall Kennedy



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