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Bewertungserklärung



Aria - Mania Velichiya (8/10) - Russland - 1985

Genre: Heavy Metal
Label: Moroz
Spielzeit: 41:21
Band homepage: Aria

Tracklist:

  1. Zto Rok
  2. Torero
  3. Volontyer
  4. Bivny Cherniy Skaya
  5. Mania Velichiya
  6. Zhizniy Zadarom
  7. Mechty
  8. Pozadi Amerika
Aria - Mania Velichiya
"Mania Velichiya" ("Größenwahn") brachte erstmals eine der besten Bands, die die Sowjetunion bzw. Russland jemals hervorgebracht haben auf die Landkarte des Rock/Metal: ARIA. Wenn man heute zurückdenkt, ist es eigentlich kaum vorstellbar, dass eine Band dieses Stils unter dem damaligen Regime überhaupt überleben konnte, verkörperte dieser Sound doch beinahe alles, was die Kommunisten als konterrevolutionär ansahen.

Gleich der Opener "Zto Rok" zeigt, dass sich ARIA in keinster Weise hinter westlichen Acts verstecken mussten und müssen, straighter, schneller Melodic Metal mit sehr guten Vocals und einem irgendwie "leicht" klingenden Refrain samt guter Melodie. Nach heutigen Maßstäben klingt das Album etwas "angestaubt", reiht sich dabei aber in einer Ahnenreihe der großen Klassiker der Achtziger ein.

Der immer wieder gezogene Vergleich mit IRON MAIDEN ist ebenso richtig wie auch falsch. Sicherlich müssen die Briten als Einfluss auf ARIA angesehen werden, aber viele Bands der Achtziger haben den Sound der eisernen Jungfrau auf eine Art und Weise absorbiert. Das Quintett birgt also ein paar Parallelen, dennoch ist man weit genug von MAIDEN entfernt, um als eigenständige Band durchzugehen.

Neben dem Opener verdienen das mehr als achtminütige, dynamische "Volontyer", das eben an MAIDEN erinnernde, mit einer beinahe spielerischen Gitarrenmelodie ausgestattete "Bivny Cherniy Skaya" sowie das beinahe als balladesk zu bezeichnende "Mechty" Erwähnung, die den großen Bands der Achtziger in keiner Weise nachstehen.

Nicht nur für russische Verhältnisse mit einer guten Produktion ausgestattet ist der absolute Trumpf der Russen Sänger Valeri Kipelov, der eine sagenhafte Stimme besitzt und den Sound ARIAs nachhaltig prägt, für mich einer der besten Sänger, die das Genre des Heavy Metal jemals gesehen hat!

Purer Achtziger Jahre Metal, nicht unbedingt spektakulär, aber dennoch ein sehr starkes Debüt einer Band, die in den folgenden Jahren zu einer wahren Macht heranwachsen wird!

Erhältlich bei Metalglory.

Alexander Melzer



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