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Blodsrit - Helveteshymner (9/10) - Schweden - 2004

Genre: Black Metal
Label: Oaken Shield
Spielzeit: 40:42
Band homepage: Blodsrit

Tracklist:

  1. In Melancholy...
  2. Griftevisa
  3. Själslig Självdöd >mp3
  4. Vanmakt
  5. Horns
  6. Ridding A Pest >mp3
  7. Illdjarn
  8. Solitude (Candlemass Cover)
  9. Praise Suicide (Bonus Track)
Blodsrit - Helveteshymner

Schweden hat viele großartige Black-Metal-Bands hervorgebracht, und in der heutigen Szene sind BLODSRIT definitiv eine der besten, die dieses Land zu bieten hat. Indem sie Brutalität und Melodik mischen (nicht die fröhliche Mitsing-Art), haben sie ihren eigenen wiedererkennbaren Sound geschaffen. Nach dem gut aufgenommenen „Ocularis Infernum“ von 2003 waren die Erwartungen vor „Helveteshymner“ (schwedisch für „Höllenhymnen“) hoch.

 

Ihre Herangehensweise an Black Metal ist brutal, und nach dem ersten Hören kamen mir Bands wie DARK FUNERAL und MARDUK in den Sinn. Nach einer Weile ist mir das Album ans Herz gewachsen und eine Menge Melodik hat sich offenbart und mir wurde klar, dass BLODSRIT kein Klon der zuvor genannten Bands sind, sondern eine Band, die sich erfolgreich ihren eigenen Sound und ihre Identität geschaffen hat.

 

Nach den ersten Hördurchgängen war es schwer, zwischen den Songs zu unterscheiden, da mir der zerschmetternde Sound ins Gesicht geschlagen hat, der eigentlich nicht so brutal ist, man sich nur auf die Gitarren konzentriert. Aber die Drums sind brutal und klingen viel mehr nach Death Metal als nach Black Metal. Hinter der donnernden Wand aus Doublebass-Drums gibt es viele großartige melodische Riffs, die dieses Album ziemlich süchtig machend machen. Die Produktion wurde von Mieszko Talarczyk (R.I.P.) in den SoundlabStudios gemacht und ist eine der stärksten Qualitäten des Albums. Die Drums und Gitarren klingen exzellent, und dieses Album sollte laut gespielt werden! „Helveteshymner“ ist auch ziemlich abwechslungsreich, mit Variationen in Geschwindigkeit und Rhythmus. „Ildjarn“, einer der besseren Tracks, enthält zusätzlich einen Refrain, der mit klaren Vocals gesungen wurde, ohne in Kontrast mit den harschen Vocals zu stehen, die auf dem Rest des Albums benutzt werden. Und die geschrieenen Vocals sind eigentlich das Einzige, womit ich nicht zufrieden bin, da sie ziemlich gewöhnlich klingen.

 

Am Ende des Albums bekommen wir ein Cover eines CANDLEMASS-Tracks und einen Bonustrack. Das Cover hat einen netten Sound, und die Riffs machen sich in dieser verschwärzten Version erstaunlich gut, und wenn der Track schlussendlich an Geschwindigkeit zunimmt, gelingt es BLODSRIT, ihn an ihren eigenen Stil anzupassen. Aber die Vocals funktionieren gar nicht und der Track kommt zu keiner Zeit nahe daran, so gut wie das Original zu sein. Der Bonustrack „Praise Suicide“ ist exzellent und klingt wie der Rest des Materials auf dem Album.

 

“Hylveteshymner” ist vollgepackt mit großartigen Songs (wobei “Griftevisa“ mein persönlicher Favorit ist) und die Produktion ist einfach fantastisch. Falls ihr euren Black Metal schnell und melodisch (nicht fröhlich) mögt, solltet ihr euch das hier holen! (Online 2. August 2005)

Audun Selsvold



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