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2 tablaturen für Sleep


Sleep - Dopesmoker (10/10) - USA - 2003

Genre: Doom Metal / Stoner Metal
Label: Tee Pee Records
Spielzeit: 73:07
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Dopesmoker
  2. Sonic Titan (Live)
Sleep - Dopesmoker

Es gibt eine gewisse Legende, die sich um dieses Album rankt. Nach der Veröffentlichung von „Holy Mountain“ dachte irgendein Plattenchef, dass SLEEP das Zeug hätten, die nächsten BLACK SABBATH zu werden und die Musikwelt im Sturm zu erobern. Der Vertrag wurde unterzeichnet und das Label wartete, während SLEEP aufnahmen, was ihr Durchbruchsopus werden wollte. Ein paar Monate später lieferte die Band das neue Album den Chefs ab, enthalten in einer Bong aus einem menschlichen Schädel, den ein Militärhelm zierte. Zusätzlich zu der überwältigend metallischen Ablieferung bestand das Album aus einer einstündigen Ode an Gott und Gras, „Jerusalem“ betitelt. Leider war dieses Stück trotziger künstlerischer Kreativität für SLEEP der Anfang vom Ende. Das Label lehnte das Album ab, obwohl es später veröffentlicht wurde, gegen den Wunsch der Band in sechs kürzere Tracks aufgeteilt.

 

Im Jahre 2003 veröffentlichten Tee Pee die definitive Edition dieses Songs, von einer anderen Aufnahmesession genommen und mit einem viel heftigeren und erweiterten Mix. In „Dopesmoker“ umgetauft, erreicht dieses Album Höhepunkte der Langsamkeit und Heaviness, von denen die meisten Bands nur träumen können. Aus sehr wenigen Riffs, nur zwei Soli und Vocals im Stile einer barbarischen Kriegsaufhetzpredigt bestehend, befindet sich „Dopesmoker“ sicher in den Reihen der quintessenziellen Doom/Stoner Metal-Alben. Das hier ist in Trance versetzender, sich wiederholender und träger Metal – und er ist absolut geil.

 

Nachdem man über eine Stunde lang von dem Haupttrack demoliert wurde, bekommt man den schnellen (!), zehnminütigen Livetrack „Sonic Titan“, der im Grunde eine frühe und weniger gute Version des Titeltracks von „Holy Mountain“ ist. Wirklich, dieser Track erscheint nutzlos drangepappt, aber da es so schwer ist, an SLEEP-Livematerial zu kommen, ist es eine lohnende Zugabe, denke ich. Die Verpackung auf dieser Platte ist auch unglaublich und enthält mein mit Abstand liebstes Coverkunstwerk. Das kleine Bild oben in diesem Review wird ihm nicht gerecht – findet ein Exemplar des DigiPaks, entfaltet sie und schaut auf die Prächtigkeit! Der beste Teil an alledem ist, dass man nicht bei den Vorgängen auf diesem Album mitgehen muss, um hier die Musik zu genießen – das hier ist Stoner Metal, abgeliefert in Form von rückgratzerschmetterndem Doom, wenn ihr also eins davon mögt, braucht ihr dieses Album. Wie Al Cisneros so befehlend über den ganzen Song hinweg brüllt, „follow the smoke to the riff-filled land!“ (Online 21. August 2005)

Wesley D. Cray



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