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Sepia Dreamer - Portraits Of Forgotten Memories (9/10) - Schweden - 2004

Genre: Modern Metal
Label: Obscure Transparency
Spielzeit: 39:10
Band homepage: Sepia Dreamer

Tracklist:

  1. I. [Inwards] Critical Gaze
  2. II. “The Ancient Proverb”
  3. III. “Iron In The Soul”
  4. IV. “An Island In The Moon”
  5. V. [Physick Portrait] The Anatomy Of Desire
  6. VI. Panorama Of A Timeline
  7. VII. “To Winter”
  8. VIII. [Outwards] Escaping The Essence Of Eternity
Sepia Dreamer - Portraits Of Forgotten Memories

Ein Song. Zwei Komponisten. Vierzig Minuten. Ein höllisches Album. Für alle, denen Fünf-Satz-Reviews reichen, ihr könnt hier aufhören zu lesen. Wenn ich nicht nur schreiben könnte, würde ich euch deutlich auffordern dennoch weiterzulesen. SEPIA DREAMERs komplettes Album – ein Song, aufgeteilt in acht Teile – ist schlicht und ergreifend beeindruckend und die Tatsache, dass “Portraits Of Forgotten Memories” ein Instrumental-Release ist, gibt dem Ganzen eine unglaubliche Glaubwürdigkeit.

 

Interessant genug, Brokenshaw und Wrennige waren verwegen genug, auf „Portraits Of Forgotten Memories“ eine Reihe an stilistischen Wanderungen zu unternehmen. Der Hörer wird mit „[Inwards] Critical Gaze“ also nicht nur einen melancholischen, Klavier-beladenen Anfang bekommen, sondern auch mit heftiger, MESHUGGAH-artiger Heftigkeit, teils aufgrund des harten Drummings, belohnt. Leider ist dieser eine Song nicht in acht anwählbare Tracks aufgeteilt, was bedeutet, dass ihr – wie ich – wohl „Portraits Of Forgotten Memories“ in seiner Gesamtheit hören wollt, ohne Unterbrechung, oder überhaupt nicht. Die verführende Natur des Riffings und SEPIA DREAMERs verzaubernde Fähigkeiten machen dieses Debüt aber zu einem abwechslungsreichen und magischen Ritt durch selten erforschtes Terrain. Instrumentale Bands gibt es viele, aber könnt ihr euch an eine erinnern, die gleich zu Beginn eine solch ambitionierte Tat angeht und Erfolg hat? Ich zumindest nicht.

 

Hoffentlich wird “The Sublime” – der Nachfolger zu “Portraits Of Forgotten Memories” – ein weiterer solcher Auslöser für Zufriedenheit sein. Nachdem ich letzteres auseinander genommen habe, wird diese Hoffnung wohl bestätigt werden sobald „The Sublime“ verdaut ist. Aber genug über die Zukunft, SEPIA DREAMER sind hier und jetzt. Ich flehe euch an: habt Spaß daran! (Online 1. September 2005)

Jason Jordan



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