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Metsatöll - Hiiekoda (8,5/10) - Estland - 2004

Genre: Folk Metal
Label: Nailboard Records
Spielzeit: 68:01
Band homepage: Metsatöll

Tracklist:

  1. Ma Laulaks Seda Luguda
  2. Lahinguväljal Näeme, Raisk!
  3. Rauavanne >mp3
  4. Saaremaa Vägimees >mp3
  5. Hundi Loomine
  6. Kui Meid Sõtta Sõrmitie
  7. Sõjahunt
  8. Merepojad
  9. Merimees Menneb Merele
  10. Hundi Süda Sees
  11. Velekeseg Noorõkõsõq
  12. Raiun Kui Rauda
  13. Alle-aa
  14. Eestimaa Vadadiku Laul Puu Oksa Peal
  15. Sajatus
  16. Kotkapojad >mp3 
  17. Hiiekoda
  18. Ussisõnad
Metsatöll - Hiiekoda

Wenn ich einen Stapel Promos mit der Post erhalte, höre ich mir für gewöhnlich jede ein paarmal an, um ein Gefühl für das Album zu bekommen, das für Reviewzwecke ausreicht, und lege sie dann in einem Haufen ab und vergesse sie. Darum sind Bands wie METSATÖLL solch eine nette Überraschung – dieser unerwartete Edelstein hat definitiv einen Platz in meiner Sammlung gefunden. Epischer Heavy Metal, vermischt mit traditionellem estländischen Folk, einschließlich des Gebrauchs einer Vielzahl ursprünglicher estländischer Instrumente. Ja, das hier ist Metal mit Dudelsäcken, und er ist großartig!

 

Größtenteils laufen die Tracks schnell vorbei, da es während „Hiiekoda“s Spielzeit von knapp über einer Stunde 18 von ihnen gibt. Ein paar der Tracks sind a-capella- oder Fast-a-capella-Gesänge, einschließlich des majestätischen „Kui Meid Sõtta Sõrmitie“ und des ritualartigen „Velekeseg Noorõkõsõq“. „Eestimaa Vadadiku Laul Puu Oksa Peal“ ist ein besänftigendes Stück, welches komplett auf dem Dudelsack gespielt wurde, und das länger laufende „Hiiekoda“ sowie „Ussisõnad“ beenden das Album in wahrhaft epischer Manier. Wie ihr wahrscheinlich erraten könnt, sind all die Lyrics in METSATÖLL’s Muttersprache, obwohl sie in den Randbemerkungen englische Übersetzungen der Songtitel mitliefern. Die textlichen Themen reichen von estländischen Mythen und Legenden, wie in „Saaremaa Vägimees” (welches übersetzt „Der Gigantenheld Von Ösel“ bedeutet) zu Kriegshymnen wie „Lahinguväljal Näeme, Raisk!“ („Wir Sehen Uns Auf Dem Schlachtfeld!“). Im Gegensatz zu vielem Folk Metal gibt es sehr wenige Death- oder Black-Metal-Einflüsse, und die Vocals werden hauptsächlich auf klare, tief gesungene Weise namens „Runo-Gesang“ gesungen, die perfekt zur Musik passt.

 

Natürlich beginnt das Album sich bei so vielen Songs und solch einer langen Spielzeit beginnt sich das Album gegen Ende ein bisschen zu ziehen, aber der Mix aus Metal und estländischem, den METSATÖLL auf diesem Album erreicht haben, ist gekonnt, einzigartig und vor allem spaßig. Wenn ihr Folk Metal überhaupt mögt, seid ihr es euch selbst schuldig, das hier auszuchecken. Dies ist eine Band, von der wir zukünftig noch mehr hören werden. (Online 7. September 2005)

Wesley D. Cray



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