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Grimness - Increase Humanity Disgust (7,5/10) - Italien - 2005

Genre: Extreme Metal
Label: Two Fat Men
Spielzeit: 38:24
Band homepage: Grimness

Tracklist:

  1. Introspection Of The Engine
  2. Dimension Evil
  3. Katharsis In Vain
  4. Slay The Demiurge >mp3
  5. From The Cosmic Chaos
  6. Nihil Addiction >mp3
  7. Blood Calls Blood
  8. N D E >mp3
  9. Outrofthebody
Grimness - Increase Humanity Disgust

Eine Band aus Italien, einem Land, das definitiv besser im herstellen von Schuhen und Sportautos als von Musik ist. GRIMNESS stehen jedoch einige Meter über den meisten der anderen Bands aus Italien, die ich mir angehört habe. ABORYM ist meiner Meinung nach das beste, was Italien bislang hervorgebracht hat, jedenfalls wenn man Vivaldi außer Acht lässt. Einige Extreme Metal-Fans würden wahrscheinlich gerne NECRODEATH in mein Gesicht schreien, aber um ehrlich zu sein, hat mir ihre Musik nie gefallen, wenn ich mir diese Art von Musik anhören will, mache ich lieber AURA NOIR’s „Deep Tracts Of Hell“ an.

 

Es scheint, als hätte dieses Review auf der Nebenspur begonnen, also denke ich, ist es an der Zeit, auf di richtige Spur zu kommen. GRIMNESS haben damals 2001 als Zwei-Mann-Band angefangen, an sich ein ziemlich frischer Einsteiger. Der Drummer, Jonah, spielte zuvor in einer Band namens SOLIFUGE, einer Band, zu der ich überhaupt keine Informationen habe. Zu der Zeit, als die Band gegründet wurde, standen sie unter dem Einfluss von skandinavischem Black Metal und Old School Thrash Metal. Ihr erster Release hieß „Dogma“, eine MCD, der von meinem Schreiberkollegen Armen die kalte Schulter gezeigt wurde. Ich habe sie nicht gehört, aber es wäre irgendwie interessant, sie mal anzuhören, da „Increase Humanity Disgust“ definitiv voller Qualität steckt, IMO. Nach der Veröffentlichung von „Dogma“ ist ein Typ namens Andrea Chiodetti als Sessiongitarrist zu der Band gekommen, aber bald wurde er ein permanentes Mitglied, etwas, das meiner Meinung nach eine gute Wahl war. Er hat einige Death-Metal-Einflüsse und ein Talent für Arrangements und fürs Komponieren mitgebracht, wenn „Dogma“ so schlecht ist wie Armen sagt, muss er als Offenbarung für GRIMNESS angesehen werden. Ich versuche nicht, die Mitglieder von GRIMNESS despektierlich zu behandeln, denn alle von ihnen klingen wie professionelle Musiker.

 

Ich beschloss, die Musik von GRIMNESS als Extreme Metal zu bezeichnen, weil sie eine Mischung aus Black und Death Metal ist. Die Black-Metal-Einflüsse klingen, als kämen sie aus Schweden, einer Black-Metal-Szene, die von dem Qualm der norwegischen Kirchenverbrennungen überwölkt wurde. Jetzt, da der Qualm verschwunden ist, ist es für jedermann offensichtlich, dass Schweden eine bessere Black-Metal-Szene hat als Norwegen. Das heißt nicht, dass norwegischer Black Metal schwul geworden ist, fickt euch. Der Death Metal klingt auch, als wäre er stark von dem in Schweden gemachten beeinflusst, etwas, dass es mir unmöglich macht, Originalität auf ihrer Verdienstliste abzuhaken. Für mich klingen GRIMNESS wie eine abgespeckte Version von NAGLFAR, und ich mag NAGLFAR. Originalität, Langweilität, ich weiß, ich überziehe es hier etwas, aber manchmal stresst mich zu viel Originalität, und deshalb kann es mit einer Platte, die keine 20 Durchläufe braucht, um sich im Gehirn zu entfalten, befriedigend sein. Für diejenigen, die nur nach origineller Musik suchen, wären ABORYM eine sichere Wahl.

 

Die Vocals sind ebenfalls sehr gut, das Drumming ist stet, die Gitarren werden mit Können gespielt, und der Bassist füllt auch seine Schuhe aus. Der Sound von „Increase Humanity Disgust” ist gut und heavy und schlägt ordentlich zu, wenn er mit hoher Lautstärke gespielt wird. Ich weiß nicht, was es hier für diejenigen, die nach gutem Extreme Metal Ausschau halten, nicht zu mögen gibt. Falls ihr ausschließlich auf Porn Grind oder Doom Metal steht, werden GRIMNESS wohl nicht euer Ding sein, aber ich bin mir sicher, dass es außer mir noch andere geben wird, die die auf „Increase Humanity Disgust“ zu findende Musik zu schätzen wissen werden. Forza Italia! (Online 9. September 2005)

Arve Henriksen



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