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Bewertungserklärung



Funeral Winter - Blood Soaked Earth (6/10) - Irland - 2005

Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 10:14
Band homepage: Funeral Winter

Tracklist:

  1. Intro
  2. Through These Eyes >mp3
  3. Mystic Cold Winds
  4. Blood Soaked Earth
  5. Outro
Funeral Winter - Blood Soaked Earth

FUNERAL WINTER ist ein Einmann Black Metal Projekt aus Dublin, Irland. Der Stil, welchem gefrönt wird, ist der alten Schule verpflichtet, rau und schmutzig wie es die kultigen BEHERIT Alben sind. Das Intro ist unnötig lang, aber wenn dann das eigentliche Demo mit “Through These Eyes“ beginnt, bin ich doch sehr angenehm überrascht ob der Qualität dieses Black Metals. Ich werde später noch mal auf diesen Track zurückkommen, da der Eindruck den er hinterlässt neben den anderen beiden Songs noch stärker ist.

 

“Mystic Cold Winds” und ”Blood Soaked Earth” sind, leider, nicht von derselben Qualität. Bei Ersterem vermisse ich schon in der Produktion an sich das, was “Through These Eyes“ zu einem guten Song macht. Der stinkig-dreckige, vom Bass angetriebene Sound wird für einen eher zittrigen Sound geopfert. Auch ist das Stück nicht so heavy und kraftvoll, und das Riffing geht eher in Richtung GRAVELAND als BEHERIT, was die Gesangsleistung trotz ihrer Qualität en Effektivität einbüssen lässt.

 

Der Titelsong ist potenziell zwar besser als ”Mystic Cold Winds“, aber er wirkt irgendwie unvollendet. Er ist übers Ganze gesehen zu langsam und stagnierend, dabei hätten ein paar treibende und dreckigere Riffs wirklich einen guten Song daraus machen können. Die Tatsache, dass er nach gut 2 Minuten auch schon endet, macht es nur umso frustrierender, da man so ja locker noch etwas hätte einbauen können.

 

Überhaupt ist das Demo frustrierend als Ganzes, denn die Qualität die bei “Through These Eyes” erkennbar ist hätte leicht auch auf den übrigen Tracks erreicht werden können, wenn sich der Mann nur etwas mehr Zeit beim Editieren und Strukturieren der Songs gelassen hätte. Die Produktion ist auch ein wichtiger Punkt, denn es ist offensichtlich, dass die Stücke zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen wurden. Mit “Through These Eyes“ wurde dann endlich alles richtig gemacht. Die Drum-Maschine ist effektiver und ihre unnatürliche Art weniger auffällig. Zum dominanten, minimalistischen Stil von BEHERIT gesellt sich hier beim Riffing ein kleiner Einfluss der etwas militanteren ANTAEUS (irgendwie kommt mir stets “Blood War III“ in den Sinn). All das wird furios diesem schmutzigen und basslastigen Gitarrensound angepasst. Der Sound der Produktion gewährt den Gitarren ihren eigenen Raum und lädt den Gesang so dazu ein, den Hörer mit seinen schier grotesken und kranken kehligen Tönen wirklich zu fesseln. Die Vocals sind wirklich brillant, so tönt die Stimme der Toten!

 

"Blood Soaked Earth" ist eher eine Art Sampler als ein richtiges Demo, und es legt so auch offen dar, wie und wo sich FUNERAL WINTER noch verbessern muss, um das Potential, welches bei ”Through These Eyes“ durchscheint auszuschöpfen. Wären alle drei Songs von diesem Kaliber, würde die Bewertung um einiges höher ausfallen. So wie es jetzt aussieht, hat der eine Track sämtliche Punkte allein eingefahren. (Online 30. September 2005)

Niall Kennedy



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