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Zubrowska - Family Vault (3/10) - Frankreich - 2005

Genre: Deathcore
Label: Xtreem Music
Spielzeit: 33:25
Band homepage: Zubrowska

Tracklist:

  1. From Hell >mp3
  2. Ode To My Black Sun
  3. C.O.V.E.D.
  4. Maniac Rockers From Darkness
  5. Vampire Killin’ Kit
  6. Pay To Play
  7. Cause I Just Can Love Some Dead Persons
  8. Through The Sky
  9. In The House Of The 7 Dead
  10. What A Wonderful World
Zubrowska - Family Vault

Diese Jungs sind verdammt komisch. Sie kombinieren Elemente des Math-Core im Stile von MESHUGGAH mit kehligen Death Metal-Instinkten, während sie beides in einer dicken Hardcore-Brühe kochen; diese Band fabriziert einen ziemlich einzigartigen Sound, der eine Spur von Brutalität zusammen mit einem Mischmasch aus anderen Emotionen und Dimensionen enthält. Während das in der Theorie gut klingen mag (oder auch nicht), kommt es in der Praxis ziemlich unbeständig rüber. Zeitweise kann diese Band hinter ihren Gitarren ein Feuerwerk abfackeln und sich mit gnadenlosen Riffs in technischer Ekstase ergehen...und dann gibt es diese anderen Momente, die zufällig mehr als 75% des Albums füllen, wo die Band einfach nur ein glanzloses verwundetes Tier ist, das auf einem Bein daherhoppelt, während es mit Emo liebäugelt und bis zu einem solchen Ausmaß gezwungen niedergeschlagen ist, dass seine pelzigen kleinen Kameraden sich ihm nicht nähern wollen; so sind ZUBROWSKA.

 

Wenn dieses Album nicht schwach ist, kann es ziemlich gut sein. Wie gesagt sind diese Momente nicht allzu verbreitet, werden euch aber treffen, wenn ihr es am wenigsten erwartet. Das Anfangsriff von „Cause I Just Can Love Some Dead Persons“ ist einigermaßen stark. Die tiefen, kehligen Vocals, die gebraucht werden, sind wirkungsvoll, aber ihre beiden Brüder, Mr. Clean und Hardcore, sind total Übelkeit erregend (mehr dazu später). Die zur Schau gestellten technischen Fähigkeiten sind auch ziemlich beeindruckend, aber nur wenn man über die Songstrukturen und Kompositionen an sich hinwegsehen kann. Es gibt auch einige ziemlich verrückte Riffs, die ebenso wie diese wahnsinnigen Zeitsignaturen und Tempowechsel herumgeworfen wurden. Dieser Absatz ist alles an Lob, das ZUBROWSKA von diesem Rezensenten bekommen werden, und es ist nötig, hervorzuheben, dass das Ganze in diesem Fall keineswegs großartiger ist als die Summe seiner Teile.

 

Lasst mich euch ein Geheimnis verraten: Dieses Album wurde in der Minute seiner Geburt in die Unterdrückung hineingeboren. Legt es ein und hört euch den Opener „From Hell“ an. Verdammt, man muss nicht mal weiter hören als die ersten zehn Sekunden. Hört ihr diese ohrenschädlichen klaren Vocals, die sofort einsetzen? Natürlich hört ihr sie, wie könntet ihr einen Nagel übersehen, der euch direkt durch den Schädel gebohrt wird? Jemand müsste diesen Jungs ordentlich aufs Maul hauen und sie freundlich daran erinnern, dass man, wenn man nicht singen kann, es eigentlich auch nicht tun sollte. So einfach ist das, wirklich. Deine Stimme ist scheiße, dann zwänge sie dem Hörer nicht wie Kotze durch den Gehörgang. Abgesehen von den zwei Gesangsstilen, die ich bereits erwähnte (klar und brutal) gibt es noch eine andere dritte Präsenz; die eines Emo-beeinflussten Teens, der sich die Kehle rausschreit. Die Hardcore-Präsenz liegt wie gesagt zwischen den Grenzen beider Genres. Das ist sowohl geradezu unterdrückend als auch niederschlagend. Wenn Clod zu diesen gnadenlosen, höllischen Parts kommt (siehe „In The House Of The 7 Dead“), gibt er uns allen eine Probe davon, wie Varg klänge, würde er der sausenden Klinge des Emo zum Opfer fallen. Die Vocals sind auf schlechte Weise abgedreht. Abgedreht funktioniert nur, wenn es dir auf den Arsch haut und dich mehr wollen lässt.

 

Die eigentlichen Riffs, die auf „Family Vault“ zu finden sind, sind nichts Spektakuläres. Ein Riff hier und da wird deine Aufmerksamkeit erhaschen und zaubert die Andeutung eines Grinsens auf dein Gesicht, nur um sie von einem entschieden armseligen Riff oder einer Melodie grausam wegwischen zu lassen. Der technische Unterhalt ist langweilig und ungefähr so wirkungsvoll gegen einen Feind wie eine Wasserpistole. Außerdem werdet ihr, falls irgendetwas der Musik genug Interesse ausgelöst hat, damit ihr die Songtitel anseht, weiterhin niedergeschlagen werden. Mit erfinderischen und gewitzten Namen wie „Maniac Rockers From Darkness“, „Vampire Killin’ Kit“ und dem Liebling der Masse, „Cause I just Can Love Some Dead Persons“, sind diese Jungs zum Erfolg verdammt. Das hier muss gemieden werden, es sei denn ihr sicht einfach nach etwas anderem, obwohl es da draußen viel besseres „anderes“ gibt als ZUBROWSKA. (Online 2. Oktober 2005)

Charles Theel



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