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Yngwie J. Malmsteen's Rising Force - Unleash The Fury (9/10) - Schweden - 2005

Genre: Neo-Classical Metal
Label: Steamhammer
Spielzeit: 72:31
Band homepage: Yngwie J. Malmsteen's Rising Force

Tracklist:

  1. Locked & Loaded
  2. Revolution
  3. Cracking The Whip
  4. Winds Of War (Invasion)
  5. Crown Of Thorns
  6. The Bogeyman
  7. Beauty & A Beast
  8. Fuguetta
  9. Cherokee Warrior
  10. Guardian Angel
  11. Let The Good Times Roll
  12. Revelation (Drinking With The Devil)
  13. Magic & Mayhem
  14. Exile
  15. The Hunt
  16. Russian Roulette
  17. Unleash The Fury
  18. Paraphrase
Yngwie J. Malmsteen's Rising Force - Unleash The Fury

Seitdem Yngwie Malmsteen 2002 “Attack!!” veröffentlicht hat und bewiesen hat, dass er auf dem richtigen Weg war, um seine Musik zu verbessern und zu altem Ruhm zurückzukehren, habe ich begierig auf das gewartet, was wir jetzt unter dem Namen „Unleash The Fury“ kennen. Ob der Titel sich auf das so oft erwähnte Ereignis bezieht ist irrelevant, der Punkt ist, dass Yngwie Malmsteen in der Tat zurückgekehrt ist, und zwar furios.

 

Ja okay, ich war so begierig, dass ich die japanische Ausgabe gekauft habe und mir auch die britische Ausgabe holen werde, wenn sie endlich draußen ist, aber seit diesem aufregenden Revival im Jahre 2002 bin ich vor Spannung darauf zu hören, was der Maestro des neoklassischen Metal uns als nächstes präsentieren würde, geplatzt. Und was uns präsentiert wird beginnt mit „Locked And Loaded“. Ein typischer Metal-Track, der, auch wenn er immer noch typisch Yngwie ist, bei seinem Ende ein unsicheres Gefühl in meinem Kopf hinterlassen hat, ging Yngwie den „Track To End All Wars“ entlang? Tauschte er Musik durch heftige Drums und übergehypeten Metal aus? Solche Gedanken sind meinem Kopf buchstäblich nach den ersten paar Sekunden von Track zwei, „Revolution“, entflohen.

 

Das ist für mich die Stelle, wo das Album endlich einsetzt, für mich war Malmsteen immer der beste beim Heraufbeschwören von “Verzweiflung” durch seine Musik, was für mich einen Metal-Track ausmacht, und er bleibt über den Großteil des Albums hinweg bei diesem Gefühl. Das Solo von „Revolution“ gehört zu den besten in Malmsteens Karriere, so brillant melodisch, mit Leichtigkeit und solcher Geschwindigkeit die Tonleiter rauf und runter gehend, dass es ein Lächeln auf deinem Gesicht hinterlässt, da solch delikat platzierte Melodien in diesem Solo sind, die in der Vergangenheit vielleicht schiefgelaufen sind, diese unglaubliche Verbesserung im Solo-Spielen wird das gesamte Album hindurch fortgeführt. Als Track drei: „Cracking The Whip“’s Riff einsetzte, konnte ich nicht mehr tun, als die Lautstärke aufzudrehen und mich verblüfft zurückzulehnen. Jetzt ist Headbanging natürlich eindeutig Pflicht, nun, da ein solches Monster von einem Riff mich für gut einige Wochen beeindruckt hat. Der Refrain dieses Tracks wird cool von Yngwies eigener Stimme vorgetragen und passt auf eine raue Weise zu dem Riff, die Dougie Whites Vocals nicht in einem solchen Ausmaß hinkriegen würde, denke ich. Ich will Dougie Whites Leistung nicht schmälern, bereits nach drei Tracks ist klar, dass seine Stimmbänder weit über das hinaus gehen können, womit sie auf „Attack!!“ gefordert wurden, und er perfekt für dieses Album als Ganzes ist. Neoklassische Themen werden das ganze Album und Tracks wie „Crown Of Thorns“ (ein „Ship Of Fools“-artiger Track) und „Fuguetta“, dem kurz-süßen Malmsteen’schen klassischen Gitarrensolo, über fortgeführt. Der seltsamste Track des Albums ist einmal mehr einer der besten, wenn nicht der beste Track. “The Bogeyman”, von dem gesagt wurde, es habe “A Riff That Just Won’t Quit”, wird diesem Zitat perfekt gerecht, die rohe, ölige Basslinie könnte man mir stundenlang vorspielen, bevor ich Stopp drücke.

 

Beim Hören von einem Track, den ich ein bisschen als “I’ll See The Light Tonight”-Ripoff ansehe, war ich etwas enttäuscht, namentlich bei „Let The Good Times Roll“. Es war immer noch ein fantastischer Track mit einem vollkommen anderen Refrain als der „Marching Out“-Opener, aber ich habe gemerkt, das ich den Refrain auf die altmodische Art gesungen habe. Das Album nähert sich seinem Höhepunkt, wenn dieses Gefühl der Verzweiflung sich dank Tracks wie „Russian Roulette“ und „Exile“ bis zu seiner finalen und unvermeidbaren Präsentation steigert, da die Wut entfesselt werden musste. Als alleinstehender Track oder irgendwo anders auf dem Album platziert, habe ich das Gefühl, dass dieser Track weniger geschätzt würde, aber aufgrund der sich stufenweise aufbauenden Leistung des Albums kommt der Track (um mich zu wiederholen) unvermeidbar rüber und scheint nötig zu sein, um das Album zu komplettieren. Die BLACK SABBATH-artige Einleitung in den heftigen Drumbeat, der durchweg beständig brillant war (ich will nicht vergessen, Patrik zu einem weiteren fantastischen RISING FORCE-Werk zu gratulieren), ist nur die Spitze von dem, was ausbricht, wenn der Refrain endet, das massive, engstirnige, tiefe Klagen hat mir einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Dieser Track fasst wirklich zusammen, was ich mich viel zu oft sagen höre: „Dreh es auf, dieser Track klingt richtig laut besser“, sowie er das Album brillant zusammenfasst. Der Abschlusstrack ist ein sanftes Instrumental und eine gute Art, das Album zu beenden, ohne von dem Gefühl wegzukommen, aber es schafft es, schön wegzudriften.

 

Insgesamt ist das Album für YNGWIE MALMSTEEN’S RISING FORCE ein Schritt nach vorne, aber es fühlt sich wie eine nicht beendete Angelegenheit an, von der Malmsteen wohl meinte, er schulde sie seinen genialen 1980er Alben, da sie nach Meinung des Rezensenten von den veralteten Mixes runtergezogen wurden. Ich empfehle das hier als 100% RISING FORCE Musik denen, die seit seinen frühen Werken von ihm abgekommen sind. Alte Fans und neue Fans können gleichermaßen genießen, wie er so geschmeidig zu seiner alten Form zurückkehren kann, während er immer noch neue Ideen integriert, die er auf dem Weg aufgesammelt hat, Tracks wie „The Bogeyman“ und „Cherokee Warrior“.

 

Ich kann dieses Album vor langem verlorengegangenen Yngwie-Fans, neu gefundenen Yngwie-Fans und jedem mit einer Vorliebe für Heavy Metal, der sich an cleverer Komposition orientiert, empfehlen. Bitte gib uns mehr hiervon, Yngwie Malmsteen, dein bestes Werk seit deinem RISING FORCE-Debütalbum, super Bewertungen, danke.

 

Höchste Punktzahl: “Revolution”, “Crown Of Thorns”, “The Bogeyman”, “Exile”, “Russian Roulette”. (Online 20. Oktober 2005)

 

Gastreviewer Darren Johnson



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