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Der dritte Longplayer “Sacred Heart” war der Bote des Endes der ersten Phase DIOs. Steigende Spannungen zwischen Sänger und Gitarrist begannen die Fäden zu entwirren, welche die beiden vorigen gut aufgenommenen Alben abgeliefert hatten. Es ist nicht so, dass „Sacred Heart“ nicht mit einem krachenden Hieb beginnt.
Das raue und seltsamerweise zum Live-Opener gewordene „King Of Rock N Roll“ ist Stich von energiegeladenem klassischem DIO, der sich in dem progressiv angehauchten Titeltrack wiederum in einen weiteren epischen und textlich verwirrenden Klassiker von Ronnie James öffnet, aber von hier an hat es zu viel von einem Besuch in der Erinnerungsstraße (und das nach nur zwei Alben!) und ist viel zu füllerhaft. „Another Lie“ klingt wie härtere KISS, wohingegen „Rock N Roll Children“ mit seinem „Holy Diver“-artigen Echo einigen Nachschub abwirft, aber „Hungry For Heaven“ ist so schierer Nonsens, dass nicht einmal Ronnie James’ Stimme oder das ziemlich anständige Solo des Gitarristen Vivian Campbell, der die Band bald verlassen sollte, den Braten retten können.
Dann geht für meinen Geschmack alles ziemlich schnell den Bach runter, da “Like The Beat Of My Heart”, “Just Another Day” und “Fallen Angels” vorbeigehen und kaum Interesse erwecken. Überraschenderweise beendet die VAN HALEN’sche Hard-Rock-Einfachheit von „Shoot Shoot“ das Album auf gute Weise, tut aber nichts, um dieses Album vor irgendetwas Anderem als dem Irdischen zu retten. (Online 6. November 2005)
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