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Disembowelment - Transcendence Into The Peripheral (8/10) - Australien - 1993

Genre: Death Metal / Doom Metal
Label: Relapse Records
Spielzeit: 59:31
Band homepage: -

Tracklist:

  1. The Tree Of Life And Death
  2. Your Prophetic Throne Of Ivory
  3. Excoriate
  4. Nightside Of Eden
  5. A Burial At Ornans
  6. The Spirit Of The Tall Hills
  7. Cerulean Transience Of All My Imagined Shores
Disembowelment - Transcendence Into The Peripheral

Du tust, was du immer tust, den Hund waschen oder sonstwas, als du plötzlich den Boden unter den Füßen verlierst. Das Blut schießt dir in den Kopf, als du durch ein Loch im Boden stürzt. Du fällst und fällst durch die Dunkelheit und landest schließlich hart in einer feuchten, modrigen Höhle. Es ist so dunkel, dass sogar Pechschwarz noch blendend hell dagegen wäre. Gewürm krabbelt deine Beine hoch und Spinnenweben füllen jedes Mal deinen Mund, wenn du nach Hilfe schreien willst. Du spürst den Boden vibrieren, als… tja, ein „Etwas“… in die Höhle stampft. Du versuchst wegzurennen, aber bevor du dich auch nur umdrehen kannst, fühlst du die schleimigen Klauen des Wesens sich in dein Fleisch bohren. Für den Rest deines Lebens wirst du langsam im Magen des Biests verdaut, gelegentlich ausgekotzt, nur um gleich wieder verschlungen zu werden.

 

Das ist das Gefühl, dass ich bekomme, wenn ich „Transcendence Into The Peripheral“ höre. DISEMBOWELMENT wechseln zwischen zwei sehr verschiedenen Stilen – schneller Death Metal mit Beats wie Vorschlaghämmer und ein „langsamer-als-eine-Schnecke-die-auf Drogen-durch-Erdnussbutter-kriecht“-Doom-Metal-Minimalist. Der Gesang besteht aus dröhnendem Grunzen, tief und komplett unverständlich, der einem jegliche Schrecken von Lovecraft ins Gedächtnis ruft. Ich war überrascht, als ich im Booklet sah, dass die Vocals von Renato Gallina stammen und nicht von Baoht Z’ugga-Mogg oder Yog-Sothoth. Von der Produktion her könnte man meinen, dass das Ding echt in einer Höhle produziert worden ist, da es wirklich schmutzig und feucht klingt. Ja, das ist kein hübsches Zeug – DISEMBOWELMENT  zerreißt deine Eingeweide mit ihren schellen Stellen, reißt dir die Eingeweide rauß und hängt dich damit auf. Dann lassen sie dich in den langsamen Teilen deine eigenen, durch den Schock freigelassenen Exkremente schlucken.

 

Es gibt nicht viel Abwechslung in diesem Album, da quasi jeder Song der oben beschriebenen Athmosphäre folgt, daher ziehen sich die späteren Tracks ein wenig. Aber es soll ja auch keine leichte Kost darstellen und die Qualität der Songs machen den Wiederholungsfaktor wieder wett. Wenn du auf ein wenig Schmerz und Agonie in deiner Musik stehst, dann stellt DISEMBOWELMENT den perfekten Soundtrack zum Masochismus. Die Einzige Ausnahme ist „Nightside Of Eden“, ein kurzer akustischer Track mit von einer Frau gesprochenen Vocals – hah, du musst diese Art von sadistischer falscher Hoffnung lieben.

 

Dieses Baby wird schon lange nicht mehr gepresst, aber Relapse Records hat es vor kurzem als Teil einer selbsternannten Compilation wieder rausgebracht. Die Compilation enthält auch eine Bonus Disc mit ein paar seltenen Tracks, wie z.B. die „Dusk“-EP der Band. Außerdem ist das Material wohl auch remastered worden. Diesen Release kann ich allerdings nicht kommentieren, da ich ihn nicht besitze, allerdings ist er wohl die einzige Möglichkeit, an dieses Album zu kommen, ohne wieder einmal auf eBay zu vertrauen. (Online 17. November 2005)

Wesley D. Cray



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