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Seven Ten - Love And War (6,5/10) - USA - 2003

Genre: Rock
Label: Metal Mayhem Music
Spielzeit: 50:07
Band homepage: -

Tracklist:

  1. The Calling
  2. Chosen One
  3. Tied Up In Love
  4. Live For Today
  5. Why'd You Lie
  6. Cross My Heart
  7. Love In A Bottle
  8. As We Say Goodbye
  9. Beg You To Stay
  10. Love And War
  11. Give It To Me Straight
  12. Seven Ten
Seven Ten - Love And War

Wie ich zu diesem Promo kam ist ziemlich witzig. SEVEN TEN sind eine Band aus der Gegend um Chicago und ich bin ihrem Namen in der Vergangenheit ein paar Mal auf Flyern begegnet. Nun, eines Tages begebe ich mich in einen Plattenladen um ein paar Sachen zu kaufen, und da komm ich dann ins Gespräch mit dem Leadsänger Michael St.Allen (den ich damals gar nicht kannte). Ich hab ihm erzählt, dass ich für diese Seite hier schreibe, und dass ihre CD bei uns zu kaufen ist und ich auch schon ein Review dazu geschrieben habe. Was für ein Zufall, oder? „The Calling“ heißt das Intro, und es ähnelt stark MÖTLEY CRÜEs „In The Beginning“, ein gesprochenes Stück, welches über den Verfall der Menschheit und alles Trostlose spricht. Der einzige Unterschied besteht hier in einer begleitenden, elektronischen Ambiance.

 

Mit „Chosen One“ geht’s dann ganz im Stile von 80er Jahre Melodic Hard Rock los. Der Gesang ist etwas hoch angelegt, aber wirklich nicht übel, halt einfach genre-typisch. Die Gitarren haben viel Biss und sind alles andere als lahm. Sie machen ordentlich Druck und sind zugleich sehr eingängig. Da gibt es keine unnötigen Schnörkeleien, einfach nur simple, aber unterhaltende Musik. „Tied Up In Love“ hat die Tonqualität eines Demosongs. An und für sich ist er nicht schlecht, er tönt einfach etwas unfertig, aber das ist ok weil die Ansätze stimmen. Das Riffing wird hier etwas härter und das Schlagzeug legt auch zu. Nach einem halben Album voller uptempo und energiegeladener Songs kommt mit „Cross My Heart“ die obligate Ballade. Sie ist nicht schlecht, aber richtig kitschig, und ganz im Ernst, waren nicht alle 80er Jahre Glam/Pop Rock Balladen irgendwie schlecht? Aber hey, darum geht es ja, nicht wahr, einfach nur Spaß haben?

 

Mikes Gesang erinnert bisweilen ein bisschen an jenen von Steve Whiteman von KIX, aber hört euch mal „Love In A Bottle“ an. Er könnte glatt als Doppelgänger von Kevin DuBrow durchgehen. Eine wilde Sache! Es scheint, als ob viele Bands wieder zurück zum Glam/Pop/Rock/AOR Genre finden würden, obwohl es eigentlich nie ganz verschwunden war. Es war halt etwas Underground, und Tatsache ist, dass es da draußen eine Menge Bands gibt, die Qualitätsmusik produzieren, und von denen ihr nie hören werdet solange euch niemand davon erzählt. Mir gefällt diese Scheibe so wie sie ist, und ich finde es beeindruckend, dass Mike das einzige Bandmitglied ist und weiterhin versucht das Ganze am Leben zu erhalten, denn als diese CD aufgenommen wurde war die Band noch zu viert. Ich bin mir sicher, dass sich immer noch eine Menge Leute für diese Musik interessiert. Falls nicht, könnt ihr immer noch nach Europa oder Asien gehen, wo so was lebendig verschlungen wird. Mein einziger Kritikpunkt ist die durchschnittliche Produktionsqualität. Holt euch einen besseren Produzenten, und die Songs werden gleich viel farbiger daherkommen. Die Zutaten sind alle da, es braucht nur den nötigen Schliff, denn diese Songs sind herausragend. (Online 19. November 2005)

Joe Florez



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