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11 tablaturen für Defleshed


Defleshed - Reclaim The Beat (7/10) - Schweden - 2005

Genre: Death Metal
Label: Regain Records
Spielzeit: 36:00
Band homepage: Defleshed

Tracklist:

  1. Stripped To The Bone
  2. Abstinence For Turbulence
  3. Chain Reaction
  4. Bulldozed (Back To Basic)
  5. Under Destruction >mp3
  6. Grind And Rewind >mp3
  7. Reclaim The Beat
  8. Red Hot (Mötley Crüe cover)
  9. May The Flesh Be With You >mp3
  10. Ignorance Is Bliss
  11. Aggroculture
  12. Over And Out
Defleshed - Reclaim The Beat

DEFLESHED ist eins von den Projekten von denen ich schon in der Vergangenheit gehört habe, aber noch nicht dazu gekommen bin ein ganzes Album am Stück zu hören. Das hat sich natürlich mit dem  sechsten Studioalbum der Schweden, “Reclaim The Beat”, geändert. Was wir von dem Album geliefert bekommen, ist ein gut produzierter Longplayer mit starken Riffs bis zum Überfluss. “Reclaim The Beat” setzt den Hörer einem akustischen Sturmangriff aus, der die Ohren betäuben und die Kehlen aufschlitzen soll, was beides zu einem bestimmten Grad erreicht ist.

 

Das Album ist hörbar heavy produziert, was sicher ein Verdienst von Daniel Berstrand ist, der bereits mit IN FLAMES, MESHUGGAH und STRAPPING YOUNG LAD zusammengearbeitet hat. Der starke Gitarrenklang und der ausgezeichnete Mix sind sich meiner Meinung nach am ähnlichsten mit SYL, und mit dem für DEFLESHED charakteristischen kehle-durschneidenden pseudo-Thrash/Death Metal Erlebnis kann man nur von der Intensität erdrückt werden. Die Gitarren sorgen für diesen vollen Sound ohne zu poliert oder zu steril zu klingen und liefern damit die breit-gefächerte Heavyness. Vollendet wird der Sound fantastischen Drummer, Matte Modin.

 

Was mich nicht von dem Album loskommen ließ, sind die überragenden musikalischen Fähigkeiten der Musiker. Ich machte vor kurzen meine ersten Erfahrungen mit DARK FUNERAL, wo das Drumming von Matte Modin zwar solide war, aber nichts außergewöhnliches. Im Gegensatz dazu bietet “Reclaim The Beat” eine beeindruckende Vorstellung von dem Mann, der auf die Felle drischt. Während der das immense Tempo beibehält ist er in der Lage, komplexe Parts einzubauen, an denen andere Drummer schier verzweifeln würden. Aber Mr. Modin ist nicht das einzig beeindruckende Element von DEFLESHED. Lars Lövten teilt verwüstende Riffs aus, wie Kleingeld an eine Gruppe Bettler, oder in diesem Fall begierige Fans. Die Riffs sind im Kern ziemlich thrashig obwohl der Sound als ganzes weit vom Thrash Metal wegbleibt; hauptsache wegen dem Drumming, der Produktion und den Songstrukturen. Dieses tief in den Kompositionen verstecke Thrash Element, erlaubt es, dass ein frischer Atemzug in den Tracks keimt, und den Hörer einen Tritt in die Eier verpasst, genauso wie es zu der Einzigartigkeit des ganzen Endprodukts beiträgt.

 

DEFLESHED werden dich nicht überrollen, dir die Gedärme rausreissen oder auf deine Innereien pissen, aber sie näheren sich den unklaren Zustand des “Kontrolle über alle Körperfunktion zu verlieren” und sind ziemlich überzeugend. Die Riffs sind stark aber nicht ganz so tödlich wie menschenmöglich, und die Vocals sind interessant da sie den Flair von Black Metal mit dem Stiel von Death Metal mixen, aber nicht wirklich revolutionär. Was das Album bietet, ist einfach unerbitterlicher, schnorkelloser Death Metal, der garantiert deine gewöhnlichen Ansprüche befriedigen wird. Wenn das nicht dein Ding ist, tja... dann ist da immer noch die Tatsache, dass man MÖTLEY CRÜEs “Red Hot” in einer neuen teuflischen Version zu hören bekommt. (Online 25. November 2005)

Charles Theel



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