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Aus dem WELTENBRAND-Umfeld entstanden DIE ERBEN DER SCHÖPFUNG, die sich schließlich in ELIS umbenannten, deren zweites Album „Dark Clouds In A Perfect Sky“ mir hier nun vorliegt. Stilistisch hat man sich nicht allzu sehr verändert, man operiert nach wie vor in der Grauzone zwischen frühen THEATRE OF TRAGEDY, NIGHTWISH und einigen anderen Gothic Metal-Bands mit Frauengesang, was die Hörerschaft bereits recht zielgerecht einschränkt.
Der Opener „Der Letzte Tag“ ist durchaus recht stark von den Frühzeiten NIGHTWISHs beeinflusst, hat also durchaus ein „Angels Fall First“ oder „Oceanborn“ zum Vorbild, wobei der deutsche Text ELIS hier einen leicht eigenen Touch verleiht, was im Laufe des Albums leider nur dreimal passiert und die Band eines eigenen Faktors beraubt, denn wenn man die genreüblichen englischen Texte einsetzt, hört man sich häufig nur wie eine weitere Band im großen Ozean dieser Stilrichtung an und vermag musikalisch keine gleichzusetzenden Akzente zu setzen.
„Lost Soul“ überzeugt durch seine kraftvollere Ausrichtung (und auch ein paar akzentuierend eingesetzten Growls), während „Heart In Chains“ komplett auf die „Die Schöne und das Biest“-Schiene setzt und dabei auch wieder einige Power in der Musik umsetzt, was der Band zweifelsohne gut zu Gesicht steht. Für „Die Zeit“ hat man sich dann wieder eines deutschen Texts angenommen, während ein „Devil Inside You“ arg harmlos daherkommt.
Ein schlechtes Album ist „Dark Clouds In A Perfect Sky“ sicherlich nicht geworden und beinharte Genre-Fans werden den Liechtensteinern durchaus einiges abgewinnen können, insgesamt schaffen es ELIS aber leider nicht sich in herausragende Regionen aufzuschwingen… (Online 29. November 2005)
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