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Elegeion - The Last Moment (8,5/10) - Australien - 2004

Genre: Gothic Doom Metal
Label: Dark Symphonies
Spielzeit: 40:06
Band homepage: Elegeion

Tracklist:

  1. The Last Moments >mp3
  2. Scars >mp3
  3. Solitude
  4. Taste
  5. Heaven’s Torment
  6. Wallow
  7. Confusion
Elegeion - The Last Moment

Aus Down Under erreicht mich dieses klagevolle Opus von ELEGEION. Nach ihrem zweiten, Blackigen Album besannen sie sich auf ihre Doom-Wurzeln, und so ist „The Last Moment“ ein trauriges und wunderschönes Kunstwerk. Die um Mastermind Anthony gebildete Band spielt Doom Metal, getränkt in eine gotische und romantische Atmosphäre.

 

KATATONIA kommen mir in den Sinn, wenn ich die depressiven Riffs höre, aber wo jene Band einen mit ihrer nihilistische Atmosphäre packt, sind ELEGION viel romantischer, was von den Geigen und den emotionalen Gitarrenleads stark akzentuiert wird. Ein wichtiger Faktor in der Musik dieser Band ist auch die engelhafte Stimme von Dieudonne; auch wenn ich ihre Stimme als engelhaft bezeichne, ist sie definitiv anders als die gewöhnlichen Gothic Metal-Sängerinnen, die gemeinhin auch als engelhaft beschrieben werden. Dieudonnes Stimme ist zerbrechlich, aber kristallklar, was mich sowohl an Astrid van der Veen (AMBEON) als auch etwas an Norah Jones erinnert. Sie ist stets melancholisch und singt nie zu schnell oder zu hoch, was der Musik extrem zugute kommt. Das wird am besten in der wunderschönen, fast Tränen in die Augen treibenden Ballade „Scars“ gezeigt.

 

Der eröffnende Titeltrack liefert bereits alles, worum es bei ELEGEION geht, langsame, hypnotisierende Riffs, verfolgende klassische Arrangements, besonders die Geige, die meiner Meinung nach im Doom Metal gar nicht genug eingesetzt werden kann. Anthony benutzt hier auch einen Growl, der sehr gut mit Dieudonnes Stimme funktioniert, aber sie erzeugen nie den mittlerweile klischeehaften „Schöne und das Biest“-Effekt.

 

Songs wie dieser und wie “Confusion” sind mit Balladen wie „Scars“ und „Taste“ gemischt, wo Dieudonne und ihr Piano + die Violine die Hauptrolle spielen. Und auch wenn letztere auf der Kante dessen balanciert, was als Metal bezeichnet werden kann, passen sie perfekt zu der Ästhetik, die von Anthony und seiner Band erzeugt wird. ein wunderschönes Album, welches allein genossen werden sollte, mit einer Menge Zeit danach, ihr werdet euch nicht elektrisiert fühlen, wenn ihr das hier hört, sondern eher euer Weinglas nachfüllen und eine weitere Reise durch die niedergeschlagene Zeit dieser Band machen wollen. (Online 29. November 2005)

Milan Elkerbout



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