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Mattsson - War (6,5/10) - Finnland - 2005

Genre: Progressive Metal
Label: Lion Music
Spielzeit: 63:18
Band homepage: Mattsson

Tracklist:

  1. Where's Our Chance
  2. Your Dream
  3. Deep In The Shadows
  4. Smoke And Mirrors
  5. A Dreamer's Lullaby
  6. This Is The End
  7. War Concerto Suite
  8. Requiem
Mattsson - War

Der altbekannte Gitarrenvirtuose Lars Eric Mattsson gibt sich die Ehre mit einem neuen Album, auf welchem sich ein Who is Who der Szene die Klinke reicht, so z.B. ARTENSION Tastenflitzer Vitalij Kuprii und einer ganzen Reihe an Sängern, die euch den Mund wässrig machen werden. Mehr zur Besetzung im Verlauf des Reviews. Als erstes kommt „Where’s Our Chance“, gesungen von Irene Janssen. Ihre Stimme hört sich sehr fein an, aber in einem Power Metal Song wirkt sie doch etwas ungeschickt. Das Stück beginnt rockig, mit indianischen Gesängen auf welche knackige Gitarrenriffs und eine hämmernde Double Bass Salve folgen. Musikalisch ist alles tight und gut komponiert, aber die Art, wie der Gesang eingearbeitet wurde, überzeugt mich nicht. Vielleicht ist es, weil sie zu elegant tönt, wo sie besser rauer und fieser klingen sollte. Aber das ist einfach meine Meinung.

 

“Your Dream” bringt etwas ethnisches Flair mit ein, dank den indischen Klängen der Sitar. Der Song ist progressiv, und das sowohl in einem zeitgenössischen, als auch in einem 70er Jahre Sinn, da schwingt etwas von PINK FLOYD’scher Atmosphäre mit. Hier singt Lance King (ex-BALANCE OF POWER) und seine Stimme tönt doch anders als üblich. Sie scheint mir fast etwas zu hoch. Das Schlagzeugspiel ist sehr technisch, und ein Chor verleiht dem Stück zusätzliche Tiefe. Nicht übel, aber es wird wohl ein paar Durchläufe brauchen, bevor es euch packt. Bei „Deep In The Shadows“ werden Keyboards im Jazz Stil angewandt, wodurch dieses Klasse und Reife erhält. Der legendäre Mark Boals leistet einen superben Job am Mikro, und wenn euch bereits sein bisheriges Werk zusagt, dann dürft ihr euch das nicht entgehen lassen. Klar der beste Song auf dem Album.

 

Beim epischen Zehnminüter “Smoke And Mirrors” werden die Gitarren fetter und der Sound dementsprechend härter. Der Song wird durch seltsame Chorgesänge und eine sehr weinerliche Darbietung von Andre Vuurboom (SUN CAGED) komplettiert. Die Musik ist klasse, den Gesang kann man vergessen. Bei der Ballade „A Dreamer’s Lullaby“ kommt Irenes Stimme besser zur Geltung. Das Stück ist melodisch, zartfühlend und recht gut komponiert. Björn Jansson von IMAGERY und TEARS OF ANGER besticht mit seiner starken Stimme bei „This Is The End“, wie schon beim Track mit Herrn Boals wird hier hart gerockt. Danach dauert es sechs Minuten, angereichert mit seltsamem Singsang und akustischen Gitarren, bevor sich alle für das vierzehnminütige „War Suite Concerto“ einstöpseln. Das Teil ist irgendwie schizophren, denn es bewegt sich von Progressive über neo-klassizistisch bis hin zu schnörkellosem Rock. Ein wahrlich wilder und unvorhersehbarer Trip, den man wohl mehr oder weniger als Instrumental bezeichnen kann. Mehrere Frauen beenden die Show mit „Requiem“. Ein ruhiger und entspannter Track, jedoch gibt’s auch ein paar schnellere Passagen.

 

Ich denke, dass das, was Lars hier fabriziert hat, in der Tat umwerfend ist, mit all den Soli darin. Aber über die Auswahl der Sänger und deren Darbietungen ließe es sich wohl streiten. Fans von progressiven Konzeptalben werden wohl ihren Spaß daran haben, aber es wird bestimmt einiger Durchläufe bedürfen, bevor ihr hier Favoriten ausmachen könnt. (Online 7. Dezember 2005)

Joe Florez



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