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Bewertungserklärung



Vesen - Ugly (7,5/10) - Norwegen - 2005

Genre: Black Metal / Thrash Metal
Label: Duplicate Records
Spielzeit: 46:39
Band homepage: Vesen

Tracklist:

  1. Calm Before The Storm
  2. Taste My Disease
  3. Hate
  4. Idolatry Of The Flesh
  5. Masterpiece
  6. Ugly
  7. War
  8. Collapse
  9. This Harmony
  10. See You In Hell
  11. Unnamed Song
Vesen - Ugly

Aus Norwegen entstammt diese Gangsterbande, die sich VESEN nennen. „Ugly“ ist VESEN’s erster Longplayer, die Band wurde aber bereits 1998 von Thomas Ljosåk (Gitarre, Vocals) und Dag Olav  Husås (Drums) gegründet. Ihre erste Veröffentlichung war ein Demo namens „Ilddåp”, das von den Kritikern laut Presseinfo zerrissen wurde. Schön wenn man auch mal so etwas Ehrliches lesen darf. Später folgte ein weiteres Demo mit dem Titel „From The Sickest Minds“. Ich schätze mal, dass sich VESEN drastisch verbessern konnten, denn von weiteren Verrissen habe ich nichts gehört.

 

Zum ersten Mal stieß ich auf VESEN bei einem Livekonzert in Haugesund. Eine „Stadt“, die über der Insel liegt, auf der ich wohne. Die Musik hier passt gut in ein Livegewand und VESEN verstehen es auch dies gut rüberzubringen. Ich mag sie live zwar lieber als auf Konserve, aber auch das ist nicht schlecht. „Ugly“ beginnt mit einem Gitarrengezupfe, das irgendwie an SLAYER erinnert. Der erste richtige Song ist dann „Taste My Disease“. Er beginnt eher langsam, entwickelt sich dann aber schnell zum flotten Thrasher, ein guter Song. Der folgende Track, „Hate“, ist ebenso ein schönes Teil, meine Erwartungen wurden daher immer größer. Eigentlich sollte ich mich ja noch an einige der Tracks vom Konzert her erinnern, aber da ich besoffen war, fällt mir das nicht gerade leicht.

 

Einige bekannte Szenefiguren aus dem extremeren Metalbereich Norwegens haben auf „Ugly“ mitgewirkt. Am bekanntesten unter den Gastmusikern ist für mich Ausslavia. Seine Band DISIPLIN sollten eigentlich alle Fans extremen Metals weltweit kennen. Ausslavia singt auf dem Titeltrack; seine Performance erinnert mich dabei etwas an Nattefrost, Chef und Sänger von CARPATHIAN FOREST. Und nicht nur die Vocals klingen nach CARPATHIAN FOREST, auch der Song an sich würde der Band gut zu Gesicht stehen. Wer sich mit dieser Art von Musik auskennt, wird auch einige AURA NOIR Parallelen auf dem restlichen Material erkennen. Sämtliche von mir erwähnten Bands sind wirklich gut, VESEN beweisen somit einen guten Geschmack was die Auswahl ihrer Einflüsse angeht.

 

“This Harmony” ist der Song, der sich am meisten vom Rest des Albums unterscheidet. Den größten Teil des Gesangs machen cleane Vocals aus, nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich beeindruckend. Für mich somit einer der schwächsten Songs des Albums. „See You In Hell“ folgt schließlich, es handelt sich dabei um ein eher traditionelles Thrash Stück und ist schon weitaus besser. Insgesamt gefallen mir VESEN dann am besten, wenn sie einen Song wie „See You In Hell“ am Start haben. Meine weiteren Favoriten sind „Taste My Disease“, „Hate“ und „War“. Richtig schlechte Songs enthält „Ugly“ nicht, am ehesten fiele da noch die Wahl auf bereits angesprochenes „This Harmony“.

 

Die Produktion ist gut, es fehlt aber auch nicht an der nötigen Dreckigkeit, die ihrem Sound gut zu Gesicht steht. Mein Lob geht daher an auch an Stein Sund, Mitglied von THUNDRA und früheres Mitglied von EINHERJER, der das Mastering des Albums in seinem Studio übernahm, das seinen Sitz auf der Insel hat, auf der auch ich mich aufhalte, welch netter Zufall. Davon abgesehen sind VESEN ein sicherer Tipp für alle klassischen Thrash Fans, aber auch Extrem Metaller sollten ruhig mal ein Ohr riskieren. (Online 15. Dezember 2005)

Arve Henriksen



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