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4 tablaturen für Kult Ov Azazel


Kult Ov Azazel - The World, The Flesh & The Devil (7/10) - USA - 2005

Genre: Black Metal
Label: Arctic Music Group
Spielzeit: 36:00
Band homepage: Kult Ov Azazel

Tracklist:

  1. The World Is Full Of Violence
  2. As Temples Burn
  3. An Eternity With Satan >mp3
  4. Compelled To Die
  5. The Glorification Of Evil
  6. Trampling The Cross
  7. Blood, Death & Damnation
  8. The Calling Forth
  9. Bloodstained Path To Victory
Kult Ov Azazel - The World, The Flesh & The Devil

So, mitlerweile müsste eigentlich fast jedem bekannt sein, das KULT OV AZAZEL Black Metal spielen, der extrem schnell, brutal und von der symphonischen Seite des Subgenres weit entfernt ist. „The World, The Flesh & The Devil“ fügt sich diesem Stil vollkommen, hat aber dennoch einen Sinn für Persönlichkeit, die das Album von vorhergegangenem Material unterscheidet. Dieser Betrieb aus Florida hat einige große Schritte gemacht um ihren Angriff abwechslungsreicher zu machen und mit soliden Melodien schaffen sie die Grundlage solide Kompositionen (komisch wie das funktioniert, gell?). Ich muss diesem Review vorwegnehmen, dass mich dieses Album ein wenig überrascht hat und mich zu einem gewissen Grad beeindruckt hat, denn KULT OV AZAZEL haben sich zu einem ernstzunehmenden Faktor etabliert und es ist in eurem Interesse diese Warnung zu beachten.

 

Ich muss erstmal was loswerden: oh wie ich monotones Drumming hasse (es gibt ein paar Ausnahmen). Hammer klopft ohne Erbarmen auf seinem Instrument herum und er schafft es auch bei immenser Geschwindigkeit im Takt zu bleiben, aber das macht das ganze nicht gerade interessanter. Ein paar Auflockerungen werden eingestreut, aber nichts Berauschendes. Glücklicherweise wird diese Hürde mit der Widerwärtigkeit der Gitarrenabteilung überwunden. Xaphan und VJS brenne sich durch wunderschöne Melodien, die sie in rasender Verzerrung mit Leichtigkeit begraben. Sie präsentieren uns durch das ganze Album hindurch eine Palette voller Varietät und das ist ziemlich erfrischend. Ich habe beim ersten Durchhören schon fast erwartet, dass das Ganze geschwollen wird und auf halbem Weg stirbt, aber das passierte glücklicherweise nicht. Stattdessen fließen die Songs durchweg lückenlos an einem vorüber und gehen auch manchmal in aufschlussreiche Midtempo Passagen (*Trampling The Cross“) über, die sehr zu gefallen wissen. Es gibt sogar ein kleines Bass Solo in „Blood, Death & Damnation“ welches vollkommen unerwartet daherkommt und dem Song definitiv einen simplen Hauch von Genialität verleiht. All diese Elemente vereint ergeben eine kräftige Erfahrung, die meine kühnsten Erwartungen überschritt. Die Vielseitigkeit der starken Melodien ist die stärkste Waffe der Band und das beste Elemente der vorhin genannten Kombination. Diese Basis zu verbessern, das ist der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg von KULT OV AZAZEL und damit können sie auch den Sprung von „solide“ nach „großartig“ schaffen.

 

Der musikalische Anschlag wird durch Xuls’ gesanglichen Anschlag ergänzt, der aus einem heiseren Black Metal Knurren Marke MUTIILATION besteht. Wenn auch nicht weltbewegend so sind die Vocals solide und fördern den vorhandenen Stil. Die Mischung vervollständigt die Darbietung und erlaubt der Musik zu atmen und lässt kein Element ein anderes unterdrücken. Das wird vor allem beim Drumming, den Blasts klar, die die Gitarren nicht übertönen. Wie schon erwähnt kann man Xuls’ Bass hin und wieder hören, ihn aber durch das gesamte Album auszumachen kann etwas ermüdend sein, was man bei Black Metal Veröffentlichungen bei allen Vor- und nachteilen ja erwarten kann.

 

„The World, The Flesh & The Devil“ ist eine solide US Black Metal Veröffentlichung, die es verdient gehört zu werden. Das Album hat gute Melodien, die etwas abgeleitet und formelhaft wirken können, aber die band schafft es daraus einen eigenen Stil zu machen und das zählt. Diese Veröffentlichung ist viel besser als frühere und dieses Album enthält eine einzigartige Aggression, die sie von ähnlichen Bands unterscheidet und eine einigermaßen viel versprechende Zukunft verspricht, da die Band die Pflichtkauf Ebene erreicht. Ich kann euch die Scheibe empfehlen solange ihr nichts gegen ständige Blasts vermischt mit melodischen Gitarrenstimmen habt. (Online 15. Januar 2006)

Charles Theel



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