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Xenomorph - Necrophilia Mon Amour (7,5/10) - Niederlande - 2005

Genre: Extreme Metal
Label: Under Her Black Wings
Spielzeit: 43:05
Band homepage: Xenomorph

Tracklist:

  1. Inside Teradome
  2. Neon Black Stronghold
  3. Treblinka >mp3
  4. Necrophilia Mon Amour
  5. In Flagrante Delicto
  6. Lues
  7. Magnificat, My Soul Doth Magnify The Lord >mp3
  8. Samedii
  9. Hang’ Em High On Holocaust Stakes Of Frozen Methane
  10. Dellamorte Dellamore
Xenomorph - Necrophilia Mon Amour

Ich habe mein Wörterbuch mal eben nach dem Begriff Xenomorph durchsucht, um euch sagen zu können, was es mit dem Namen der Band XENOMORPH auf sich hat. Leider fand ich keine Antwort darauf [„Xenomorph“ ist ein Begriff aus der Geologie und bezieht sich auf Minerale, die in ihrem Wachstum behindert wurden. Die Band dürfte ihren Namen aber aus der „Alien“-Filmreihe haben, in welcher „Xenomorph“ als Bezeichnung für ausserirdische Lebensformen gebraucht wird. – Anm. d. Übers.]. Ich weiß aber genug über XENOMORPH, um euch ein angemessenes Review zu liefern. Ich habe mir „Necrophilia Mon Amour“ sehr oft angehört, um sicher zu gehen, dass ich es richtig bewerte, denn bei einigen Alben ist das gar nicht so einfach. Was diese holländische Band macht könnte man als Death Metal mit Black und Thrash Einflüssen beschreiben. Es ist nicht Death Metal der wirklich brutalen Art, aber steht dem doch näher als etwa Melodic oder Old School Death Metal.

 

XENOMORPH haben ihr erstes Album im Jahr 2001 veröffentlicht, es heißt “Baneful Stealth Desire”. Ich habe es zwar nie angehört, aber ich höre auf dem Nachfolger, dass XENOMORPH aus guten Musikern besteht. „Necrophilia Mon Amour“ wurde auf einem Sub-Label namens Under Her Black Wings veröffentlicht; es ist die erste Veröffentlichung dieses Sub-Labels, und meiner Meinung nach eine gelungene. Ich kann nur hoffen, dass auch in Zukunft der Qualitätsmassstab so hoch angesetzt werden wird. Ich sage das, weil laut dem Promo-Blättchen das Label darauf aus ist, einzig qualitativ hoch stehende Musik zu veröffentlichen – kommt euch das bekannt vor?

 

Jetzt aber genug Zynismus, wenden wir uns “Necrophilia Mon Amour” zu. „Inside Teradome“ ist ein gelungener Opener. Dieser Song ist eine sehr gute Mischung von Death und Black Metal, die Komponenten werden makellos miteinander verbunden. Der Sänger fühlt sich anscheinend in beiden Genres daheim, da könnte sich so mancher was bei ihm abgucken, was gutes Growling und Kreischen betrifft. Es gibt eine Band, von der ich mir sicher bin, dass sie von den meisten – wenn nicht allen – XENOMORPH Mitgliedern gemocht wird, und das ist BEHEMOTH. Ich möchte nicht sagen, dass XENOMORPH eine BEHEMOTH Kopie sind, aber der Einfluss ist unbestreitbar. BEHEMOTH ist eine ausgezeichnete Band; und obwohl XENOMORPH noch nicht ganz so weit ist, so sind die Jungs doch bereits näher daran, als mittelmäßig oder gar schlecht zu sein – sehr viel näher sogar.

 

Auf “Necrophilia Mon Amour” gibt es von Blast Beats bis hin zu wirklich drückenden Passagen alles, da kann sich niemand über genügend Abwechslung beklagen, außer Leute, die extremen Metal von Beginn weg hassten. Obwohl ich nicht die geringste Ahnung über Produktions-, Abmisch- oder Masteringprozesse habe, kann ich dennoch heraushören, dass XENOMORPH für die Aufnahme digitales Equipment benützt haben. Der generelle Klang ist scharf und sauber, nicht die ultimative Mischung für ein Death Metal Album. Womöglich ist das ein Resultat des Black Metals, welcher in ihre Musik implantiert wurde, da dieser definitiv mehr nach Hochtönen orientiert ist als der meist basslastige Death Metal. Obwohl, heutzutage gibt es ja alle möglichen Arten von Death Metal. Die Klangqualität ist aber nicht so, als dass sie meinen guten Eindruck von „Necrophilia Mon Amour“ zerstören würde.

 

Hier Lieblingssongs auszuwählen ist nicht so einfach, aber mir gefällt die erste Hälfte des Albums besser. Womöglich liegt es daran, dass dieselbe Formel auf die ganze Scheibe angewandt wird und sich diese mit der Zeit abnützt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich etwas abgestumpft bin, das ist aber egal weil ihr jetzt wohl verstanden habt, dass ich die Scheibe allen Fans von guten Schreien und Kreischern empfehlen würde. Falls XENOMORPH auch live so gut sind, sollten sie sehr gute Überlebenschancen in diesem Business haben. Sie haben ein gutes Album geschrieben, welches nahe an die „sehr gut“ Marke rankommt. Wenn sie also das Zeug auch auf der Bühne so überzeugend rüberbringen, dann halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass wir von ihnen in Zukunft noch weitere Alben hören werden. (Online 17. Januar 2006)

Arve Henriksen



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