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Zarathustra - Contempt (8/10) - Deutschland - 2005

Genre: Black Metal
Label: Undercover Records
Spielzeit: 26:27
Band homepage: Zarathustra

Tracklist:

  1. Slave Morality >mp3
  2. Become Eternal
  3. Master Morality
  4. ...Of Serpents And Swords >mp3
  5. Sphinx (POISON cover, vinyl version only)
Zarathustra - Contempt

Was für eine Art, ein Album zu eröffnen. Mit „Slave Morality“ werden ZARATHUSTRA euch verzaubern. Von Anfang an mit einigen Stärke-10-Blastings werdet ihr von einem Gitarrenblizzard und Drumlawinen weggefegt. Schön.

 

Mit solch einem würdigen Beginn erwartet ihr vielleicht, dass das Ganze abebbt, aber, im Gegenteil, die Band macht Gebrauch von dieser EP als einem Weg, ein wenig Spaß zu haben und sorgt für eine gemischte Grillplatte aus extremem Me(a)tal von wogendem Black Metal bis Black Thrash. Mit Geschmack serviert, walzt „Contempt“ mit durchtrennten Bremsleitungen mitleidig niedliche, pelzige Kreaturen des Waldes platt, die in den Weg geraten. Bambi, du bist Röstbraten. Während Geschwindigkeit eine maßgebliche Rolle spielt, ist nicht alles Schnellfeuer. Es gibt eine Menge langsamerer Passagen inmitten des Ansturms und sogar das merkwürdige und geschickt passende Solo. Ich sehe, dass einige von euch entsetzt über den Gedanken sind, dass eine knorrig alte BM-Band ihre Grimmigkeit opfern würde, um einen 80er Haarbandsong zu covern. Nun, fürchtet euch nicht, es ist eine Interpretation einer sogar noch älteren deutschen BM-Truppe.

 

„...Of Serpents And Swords“ hat einen durchdachteren, epischen Ansatz, und wie alle guten, langsamen Songs dieser Art beginnt es gemäßigt, bevor es einiges Stampfen einbringt und allmählich das Tempo erhöht. Der Track endet mit einem Sprühregen aus Säure, der darüber gegossen wird, bevor es in Synths versinkt. Alles andere springt hier, den Hasen erblickend, entlang, und wird nicht aufhören, bis die Zähne auf Fleisch stoßen. ZARATHUSTRA haben einen reißenden Gitarrenton, der wogende Rhythmus verbringt offensichtlich eine Menge Zeit im Fitnessstudio, während das Lead eine verschwendete Jugend mit einem ungesunden Interesse an scharfen Objekten aufweist. Der Vokalist hat sich auf diese EP vorbereitet, indem er gebrochenes Eis gegurgelt hat, und sein kaltes Krächzen ist eine perfekte Begleitung zum ausgestellten Menschenhass. Drum ’n’ Bass sind angemessen solide, der erstere Experte für alles von Galleonsschiffstampfen bis zu unerbittlichen Blasts und letzterer grollend wie ein Bulldozer, der seine Frau im Bett mit der Rammanlage gefunden hat.

 

Das POISON-Cover fügt ein bisschen Thrash und Death zum Tumult hinzu, und wonach das Original auch immer klang, dieses Prügeln wird euch hinterher zwei Wochen lang zerschrammt sein lassen. Das alles zeigt, dass ZARATHUSTRA etwas über Metal wissen, und zwar mehr als ein bisschen über zerstörerische Truppen. Sie lächeln vielleicht nicht, aber ihr solltet darauf aussein, diese CD zu hören. Die Kirsche auf der Spitze ist die Produktion, die garantiert, dass Vorsatzstärke deutlichgemacht wird, aber immer noch der Kriegsnebel Finsternis bewahrt.

 

Ich bin beeindruckt von dieser kleinen Nummer, die zweifellos mein Interesse für den nächsten Beinbeweger der Band angestachelt hat. Um die Kluft zwischen einigen der mehr untergründigen Sounds und etablierten BM-Wanderschauspielern zu überbrücken, könnt ihr mit dieser Scheibe nichts falsch machen. (Online 27. Januar 2006)

Niall MacCartney



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