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October File - A Long Walk On A Short Pier (7/10) - Großbritannien - 2004

Genre: Modern Rock
Label: Plastic Head
Spielzeit: 49:11
Band homepage: October File

Tracklist:

  1. Overture Of An Underwriter
  2. Dead Air Transmission >mp3
  3. Enemy In A State
  4. God Hates America
  5. Trench
  6. Survival Song
  7. Landslide
  8. South >mp3
  9. Beautiful
  10. Sleeping Through
  11. Be The Best You Can Be
October File - A Long Walk On A Short Pier

OCTOBER FILE spielen eine Art Rock die melodisch, aber dennoch dissonant genug ist, um interessante Missklänge zu schaffen, untermalt von dunklen Atmosphären und einer generell eher trostlosen Ausstrahlung. Gelegentlich strömt so etwas QUEENS OF THE STONE AGE artiges aus dem Album. OCTOBER FILE haben zwar nicht wirklich was bei QOTSA abgeguckt, aber manchmal kriege ich beim Hören dasselbe Gefühl. Beide Bands unterscheiden sich klar in Ideologie und Darbietung; OCTOBER FILE scheinen um einiges politischer zu sein.

 

Dies ist eines jener Alben, die mit der Perfektion liebäugeln, aber leider daran scheitern, und zwar auf Grund von verschiedenen kleinen Makeln die sich über die Spielzeit hin anhäufen und so der Gesamtqualität schaden. Die Riffs sind heavy mit einigen aggressiven Elementen, wodurch die ganze Zeit über viel Druck geschaffen wird. Es gibt auch einen eindeutigen Punkeinfluss, was vor allem durch die konstant und gezielt treibende Rhythmussektion offenbart wird. Der Gesang besteht größtenteils aus Schreien (punkartigem Schreien, nicht Emo-Schreien), was ausgezeichnet zur aggressiven Musik passt. Erwähnenswert ist der letzte Song, „Be The Best You Can Be“, er dauert 13 Minuten, die Basslinie kommt auf einer Dauerschleife daher, das Schlagzeug wird rückwärts gespielt, das Keyboard tönt ebenso schräg wie die Perkussion, und dazu kommen noch diverse Schnipsel von Reden, alles großartig miteinander verbunden. Das ist eine gelungene Art, dieses druckvolle Album zu beenden.

 

Allerdings gibt es Stellen, an welchen der Gesang praktisch nur noch kratzt (“Enemy In A State”, “Landslide”). Er wirkt dort fehl am Platz und passt nicht zur Musik. Und „God Hates America“ trottet viel zu lange vor sich hin, der Songtitel wird da bis zum Erbrechen wiederholt. Das ist wirklich schade, denn die Musik wäre PERFEKT für so eine Art Song, der die Menge gegen einen totalitären Leader aufwiegeln soll. Auch bei anderen Songs stößt einem der Hang zur Wiederholung sauer auf, weil mit einem Wechsel gegeizt wird.

 

Die Schwachstellen dieses Albums lassen sich nicht ignorieren. Und leider gibt es genug davon, um die Qualität von „A Long Walk On A Short Pier“ von ‚ausgezeichnet’ auf ‚gut’ herabzusetzen. Dennoch, wenn die Band Gas gibt, gibt sie GAS. (Online 8. Februar 2006)

Armen Janjanian



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