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Aeon - Bleeding The False (9,5/10) - Schweden - 2005

Genre: Death Metal
Label: Unique Leader Records
Spielzeit: 48:01
Band homepage: Aeon

Tracklist:

  1. Cenobites
  2. Soulburner
  3. Morbid Desire To Burn
  4. Biblewhore
  5. Forever Nailed >mp3
  6. Satanic Victory
  7. Enchanter
  8. Bleeding The False
  9. Doorknocker
  10. Bow Your Heads
  11. I Hate Your Existence
  12. God Gives Head In Heaven
  13. Hell Unleashed
  14. Outro
  15. God Gives Head In Heaven (Country Version)
Aeon - Bleeding The False

Es scheint, als gäbe es einen nie versiegenden Strom von Bands, der aus Schweden kommt. Das Beeindruckende daran ist die große Zahl von guten bis exzellenten Bands. Wenn man eine Umfrage starten würde, wo die Leute über ihr Lieblings Metal-Land abstimmen könnten, wäre ich mir ziemlich sicher, dass Schweden etwa 30% der Stimmen bekommen hätte. Da ich Norweger bin, wäre es verräterisch, meine Stimme den Schweden zu geben, zum Glück ist es möglich, aus anderen Gründen als Patriotismus für Norwegen zu stimmen.

 

AEON sind eine weitere dieser exzellenten Bands aus Schweden. Der brillante Death Metal auf „Bleeding The False“ wird von ungewöhnlich dominanten Drums angetrieben, ein Riesentalent, das hier die Felle tritt und verdrischt. Die Gitarren sind nicht übermäßig heavy, die Drums sind der heftigste Teil dieser Veröffentlichung und, bei Odin, wie das funktioniert. Wenn man eine Atomuhr darauf programmieren würde, Schlagzeug zu spielen, wäre es nicht tighter als das hier. Triggers oder nicht, das hier ist verdammt beeindruckend.

 

Ich werde in diesem Fall DEICIDE als Referenzband benutzen. Wenn DEICIDE “Once Upon The Cross“ als Entwicklungsplattform benutzt hätten, anstatt in die Mittelmäßigkeit abzugleiten, dann hätten sie vielleicht etwas wie „Bleeding The False“ veröffentlicht. Tatsache ist, dass DEICIDE beschlossen, Platten zusammenzuklatschen, nur um ihren Vertrag mit Roadrunner Records zu erfüllen. Der Beweis in diesem Fall ist teilweise „Insineratehymn“ und auf jeden Fall „In Torment In Hell“. Meiner Meinung nach konnten sie die Angewohnheit, beschissene Musik zu schreiben, noch nicht ganz ablegen, da ich „Scars Of The Crucifix“ schlechter finde als „Insineratehymn“, jedoch definitiv besser als „In Torment In Hell“. Dieses Album ist DEICIDE’s eigenes „St. Anger“.

 

Obwohl DEICIDE eine aufgebrauchte Kraft sind, haben sie wenigstens exzellente Alben aufgenommen, wie etwa “Legion” und “Once Upon The Cross”, und Bands inspiriert, selber exzellente Platten zu machen. Eine solche Platte ist „Bleeding The False“. Sie beginnt mit den Geräuschen der letzten Atemzüge eines Mannes, begleitet von gruseligen Soundeffekten und auch seinem letzten Herzschlag. Es ist der Tod, der einen Menschen zur Anstrengung treibt.

 

Ich hätte über jeden einzelnen Song schreiben und sie bis zur Langeweile loben können, aber stattdessen befehle ich euch, den Song “Forever Nailed” runterzuladen, der bei diesem Review und auf ihrer Homepage zu finden ist. Falls ihr New School Death Metal mögt, das heißt, dass es fast überall Blastbeats gibt, wärt ihr ein Idiot, würdet ihr es nicht tun.

 

(Da diese Platte zwei versteckte Tracks enthält, dachte ich, dass es angebracht wäre, hier über sie zu schreiben. Der erste ist ein atmosphärisches Intro zu der Country-Version von „God Gives Head In Heaven“, welcher offensichtlich der zweite versteckte Song ist. Wenn man diesen Song betrunkenen Country-Musik-Fans vorspielen würde, bin ich mir sicher, dass er sich gut machen würde. Der Text ist so blasphemisch wie es nur geht, stellt euch darauf ein, sie in der Hölle zu hören.) (Online 19. Februar 2006)

Arve Henriksen



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