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Violent Work Of Art - The Worst Is Yet To Come (7,5/10) - Schweden - 2005

Genre: Industrial Metal
Label: Swedmetal Records
Spielzeit: 43:42
Band homepage: Violent Work Of Art

Tracklist:

  1. Different Problem Same Solution
  2. Reasons To Hate
  3. The Worst Is Yet To Come
  4. Waysted
  5. Sharing My Disease
  6. C.O.M.A.
  7. Divine
  8. Naked
  9. Wars To Win And Wars To Lose
Violent Work Of Art - The Worst Is Yet To Come

Wie gerne umgehen Kritiker das so genannte “Namedropping”, um der zu rezensierenden Band nicht auf den Schlips zu treten und dabei lediglich eine Review abzuliefern, die jene Band als Plagiat vorhandener Tonkünste abzukanzeln. „Namedropping“ hin oder her, oftmals ist es dennoch eine sinnvolle Sache, wenn man gewisse Referenzen heranzieht und somit dem Leser ein ungefähres Bild dessen verschaffen kann, um was es sich im Groben auf dem Silberling handelt. Also, die nachstehend genannten Bands sind jetzt nicht dafür gedacht VIOLENT WORK OF ART vorschnell in einer Schublade mit der Aufschrift „Klone“ verschwinden zu lassen, sondern sollen einen kleinen Wegweiser abgeben, was die Schweden musikalisch aus dem Hut, oder besser gesagt aus ihren Instrumenten zaubern.

 

Wer also mit Bands wie APARTMENT 26, FEAR FACTORY (man höre „Waysted“ oder „C.O.M.A.“ und staune), RAMMSTEIN, CLAWFINGER oder auch PITCH SHIFTER etwas anfangen kann, der dürfte bei VIOLENT WORK OF ART nicht unbedingt falsch liegen. Eines ist aber auch sicher wie das Amen im Gebet, die vier Schweden brauchen sich weder hinter einer der genannten, noch hinter irgendeiner anderen Band verstecken, dafür sind sie auch schon etwas zu lange im Geschäft (das selbstbetitelte Debüt stammt aus dem Jahre 1995) und machen ihre Sache hervorragend. Moderner Metal mit einer nicht zu kalt dahinstampfenden Industrial Schlagseite schlägt einem vom ersten bis zum letzten Song von „The Worst Is Yet To Come“ ins Gesicht und lässt nicht selten große Freude über den Hörer hereinbrechen. Dass sich programmierte und nicht menschliche fabrizierte Drumssounds, elektronische Samples und ähnlicher Schnickschnack mit harten Riffs und rüdem Gesang samt melodischen Ausritten nicht im Wege stehen müssen, bewiesen schon andere Formationen zuvor, VIOLENT WORK OF ART haben aber den Dreh raus, selbst Gothic Metal angehauchte Stücke in ihren Gesamtsound zu integrieren.

 

Der Titelsong erinnert anfangs sogar fatal an die Pop und Elektronik Ikonen DEPECHE MODE und das soll hier als Lob und nicht als Beschimpfung gewertet werden. Abwechslung ist Trumpf und auch wenn einem die eine oder andere Passage bekannt vorkommen mag, so ist das Gesamtwerk ein buntes Sammelsurium der verschiedensten Sounds geworden, welches das Prädikat Metal in jeder Phase verdient. Die stets präsenten Synthesizer Klänge sollten grundsätzlich nur Metal Puristen verschrecken und gerade diese Hardliner können mit den anfangs angeführten Bands ohnedies nichts anfangen und werden somit auch von VIOLENT WORK OF ART die Finger lassen. Aufgeschlossenen Zeitgenossen muss die schwedische Band aber ans metallene Herz gelegt werden. Reinhören ist sowieso empfohlen, die Voraussetzungen, dass diese Band mit dem neuen Werk bei den Fans ein wohliges Plätzchen finden wird, haben die vier Musiker aber in bester Art und Weise selbst geschaffen und das Ergebnis kann auf den insgesamt neun Tracks rasch nachgeprüft werden. (Online 22. Februar 2006)

Alexander Ehringer



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