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Tygers Of Pan Tang - Crazy Nights (10/10) - Großbritannien - 1981

Genre: Heavy Metal
Label: Edgy Records
Spielzeit: 49:01
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Do It Good
  2. Love Don't Stay
  3. Never Satisfied
  4. Running Out Of Time
  5. Crazy Nights
  6. Down And Out
  7. Lonely Man
  8. Make A Stand
  9. Raised On Rock
  10. Slip Away
  11. Stormlands
  12. Paradise Drive
Tygers Of Pan Tang - Crazy Nights

Eine der wohl beeindruckendsten und bis heute nachhaltigsten Bands der so genannten New Wave Of British Heavy Metal waren die TYGERS OF PAN TANG. Mit ihren drei legendären Alben „Wild Cat" von 1980, „Spellbound“ von 1981 und besonders „Crazy Nights“ ebenso von 1981 schufen sie sich einen legendären Kultstatus. Prominentestes Mitglied dürfte wohl John Sykes sein, den viele von WHITESNAKE, THIN LIZZY, und BLUE MURDER kennen werden.

 

Der kaum dem Teenageralter entwachsene Gitarrist Robb Weir spielte um 1977 herum in einer Punk-Band namens TRICK. Nach kurzer zeit hatte man vom Punk die Schnauze voll und schaltete eine Anzeige, um Mitglieder für eine Heavy Metal Band anzuheuern. Den Namen TYGERS OF PAN TANG brachte der neue Bassman Rocky mit, nachdem er ein Buch namens "Stormbringer" von einem Autor namens Michael Moorcock gelesen hatte. Die Heimat der TYGERS war die Gegend um die Whitley Bay im Nordosten Englands. Nachdem die Band sich von ihrem ersten Frontmann Mark Butcher getrennt hatte und notgedrungen als Trio auftrat, trafen Weir & Co. während eines Gigs in einem Club in ihrer regionalen heimatlichen Umgebung auf einen gewissen Jess Cox.

 

Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Band über sage & schreibe einen (!) eigenen Song (ohne Text!), der Rest ihres Repertoires basierte auf Tracks von MOTÖRHEAD oder Ted Nugent…Erstmals konnte man von einer ernsthaften Ausgabe der TYGERS OF PAN TANG reden. Man probte und schrieb unermüdlich, eigene Songs entstanden in einem kurzen Zeitraum. Nachdem man eine Single „Don't Touch Me There“ rausgebracht hatte, unterschrieb man im Februar 1980 bei der MCA. Danach ging es kurz darauf auf Tour. Ihre erste nationale Konzertreise bestritten sie im Vorprogramm der Epic Rocker MAGNUM. Im Sommer 1980 befand sich die New Wave Of British Heavy Metal auf ihrem Höhepunkt. "Wild Cat" erschien, der erste Longplayer der TYGERS. Unter der Regie von Chris Tsangarides (u.a. "Painkiller" - JUDAS PRIEST) gingen die Aufnahmen von statten. 1980 kletterte das Album rasch in die U.K.-Charts und erreichte die für eher unkommerzielle Newcomer erstaunliche Position 18.

 

Im November 1980 verließ Sänger Jess Cox unerwartet die Band. Seine Beweggründe blieben der Öffentlichkeit vorenthalten. Der Nachfolger „Spellbound“ wurde von Jon Deverill von der walisischen Band PERSIAN RISK eingesungen. Dessen Stimme passte meiner Meinung noch besser zu der Band und mauserte sich zum Markenzeichen. Musikalisch wurde es heavier und wilder. Das dritte Album „Crazy Nights“ fiel bereits durch sein cooles Cover aus dem Rahmen. In bester King Kong-Manier sehen wir unseren Tiger auf einem Wolkenkratzer, wo er die Flugzeuge abwehrt…Musikalisch gibt es eine wundervolle Sammlung feinster Melodic Metal-Songs wie sie für diese Zeit so üblich waren. Rauh und typisch britisch zwar, aber alle Bands der damaligen Ära hatten einen eigenen Stil. Der Gesang Deverill’s ist etwas weinerlich und stets melancholisch gehalten.

 

Songs wie „Running Out Of Time“, „Make A Stand“, „Lonely Man“ oder „Love Don’t Stay“ dürften wohl für immer in meinem Herzen bleiben. Sie gehören mit zum Allerfeinsten, was der UK Metal jemals erschuf. Wer wissen möchte, wo seine Musik ihre Wurzeln hat, der sollte dieses Album nicht übersehen. Gehört zur Top Ten der wichtigsten Alben der NWoBHM-Ära ohne wenn und aber. (Online 23. Februar 2006)

Ralf Henn



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