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Bewertungserklärung

4 tablaturen für Sacred Steel


Sacred Steel - Live Blessings (CD/DVD) (10/10) - Deutschland - 2006

Genre: Power Metal
Label: Massacre Records
Spielzeit: 97:26/129 min.
Band homepage: Sacred Steel

Tracklist:

CD 1

  1. Blessed By The Gods (Intro)
  2. Open Wide The Gates
  3. Tonight The Witches Ride
  4. Battle Angel
  5. Faces Of The Antichrist
  6. Victory Of Black Steel
  7. Carnage Rules The Fiels Of Death
  8. The Rites Of Sacrifice
  9. Dark Forces Lead Me To The Brimstone Gate
  10. Sword Of The King
  11. Stormhammer
  12. Metal Is War

CD 2

  1. Master Of Thy Fate
  2. True Force Of Iron Glory
  3. Sacred Bloody Steel
  4. We Die Fighting
  5. Blood On My Steel
  6. Heavy Metal To The End
  7. Slaughter Prophecy
  8. Battle Cry
  9. Wargods Of Metal
Sacred Steel - Live Blessings (CD/DVD)

Nach 8 Jahren und 5 Studio-Alben gibt es nun mit "Live Blessings" das erste Live-Album von den deutschen (US-)Power Metallern SACRED STEEL. Mitgeschnitten wurde die Show am 30. Oktober 2004 in der Ludwigsburger Karlskaserne, wo die Schwaben zusammen mit den Frankfurter Thrash-Kings von TANKARD spielten.

 

Die Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen und das hier ist wohl eins der (leider) wenigen Live-Alben, bei dem ich mit fast 100%iger Sicherheit sagen kann dass es diesen Titel auch verdient hat. Wie ich die Jungs einschätze haben die da nämlich nachträglich nix verändert und teilen meine Ansichten, dass ein Live-Album nur dann live ist wenn eben nix nachgebessert wird. Bei der Musik kann ich mir zwar nicht zu hundert Prozent sicher sein, wohl aber beim Gesang, denn hier wurden alle Patzer dringelassen. Naja, Patzer ist hier eigentlich das falsche Wort, weil Gerrit gehört zu den sehr sympathischen Sängern die auch mal den Fans das Mikro vor die Nase halten – im wahrsten Sinne des Wortes! Das bekommt man bereits beim ersten Song zu hören und sehen. Auch wenn Gerrit mit den Fans auf der Bühne (!) seine Scherze treibt bleibt mal die ein oder andere Text-Passage ungehört.

 

Thema "Fans auf der Bühne": SACRED STEEL sind und bleiben eine der wohl sympahtischsten und Fan-freundlichsten Bands überhaupt, denn wo sonst können schon die Fans mal eben die ganze Bühne entern, wohl gemerkt bei mehreren Songs, ohne das gleich sämtliche Security aufkreuzt um die Fans (meist unsanft) zurück in die Menge zu befördern? Nirgends! Und das hier ist kein Einzelfall. Beim Keep It True-Festival ging das auch schon problemlos! Dafür ein dickes fettes „Respekt“ an Gerrit, Jörg, Oli, Matze und Jens!

 

Das Bild ist auch sehr gut und authentisch, wurde doch so einiges mit Camcordern (?) direkt aus der ersten Reihe gefilmt. Echt ein Wunder das diese Aufnahmen nicht verwackelt sind. Und hier sieht man dann auch wunderbar was ich bereits angesprochen habe, nämlich dass Gerrit die eine oder andere Stelle auch mal von einem Fan direkt ins Mikro singen lässt. Das ist wirklich cool und unterstreicht die Fan-Freundlichkeit der Band.

 

Nach dem Intro "Blessed By The Gods" geht es mit "Open Wide The Gates" vom aktuellen Studio-Werk "Iron Blessings" gleich schwermetallisch los. Der Sound ist wie gesagt sehr authentisch, ich würde aber trotzdem zu gerne mal wissen ob was nachgebessert wurde (Ich weiß das ich damit nerve, in meinen Live-Album-Reviews, aber ich bin nun mal ein Fan von absolut identischen Live-Alben und hab schon des öfteren Bootlegs bevorzugt, wenn die offiziellen Scheiben zu lange im Studio waren!) und die Ansagen von Gerrit dürften jedem True Metaller aus der Seele sprechen. Hier wird unsere Religion so zelebriert wie sich das gehört!

 

Die Setlist ist ebenfalls mehr als gelungen und bietet von allen 5 SACRED STEEL-Alben genug Stoff zum headbangen und mitsingen. Egal ob "Tonight The Witches Ride", "Battle Angel", "Faces Of The Antichrist", "Victory Of Black Steel", "Sword Of The King", "Metal Is War", "Master Of Thy Fate", "True Force Of Iron Glory", "Sacred Bloody Steel" oder "Heavy Metal To The End". Hier sind einfach alle Hymnen vertreten. Alle? Naja, nicht ganz, denn mit "Raise The Metal Fist" fehlt dann doch irgendwie der Song, der aufgrund des "Are You Metal?"-Parts im Text eigentlich Pflicht für ein Konzert ist! Aber, fuck it, SACRED STEEL kicken auch so ordentlich Arsch und von dieser Band gibt es eh keinen einzigen schwachen Song! Nicht zu vergessen, das OMEN-Cover "Battle Cry" wurde auch gespielt!

 

Einige echte Schätze gibt es dann noch bei den Extras. Neben Live-Aufnahmen in Bootleg-Qualität von "Theater Of Blood" von 1996, "True Force Of Iron Glory" vom Bang Your Head und einmal von der "Reborn In Steel"-Releaseparty (beides '97) und "Wargods Of Metal" vom Wacken Open Air '98, gibt es auch noch ein 4minütiges Interview mit dem Offenen Kanal Hamburg aus dem Jahre '96 und Impressionen von einer Fahrt nach Berlin von 1998 (inkl. "Bohemian Rhapsody" – ich sage nur "Wayne's World"...).

 

Somit ist dieses Album oberste Pflicht für jeden der sich Metaller nennt, denn SACRED STEEL gehören zum Glück zu den Bands die sich einen Dreck um irgendwelche Trends scheren und einfach ihr Ding durchziehen. Und das ist ehrlicher Heavy Metal wie er in den 80ern Gang und Gäbe war und noch niemand von, dem nicht nur bei mir total verhassten Begriff, "Nu Metal" (DAS IST KEIN METAL !!!) sprach.

 

In diesem Sinne, Heavy Metal to the end!

 

PS: Die DVD ist meines Wissens nur zusammen mit der Doppel-CD erhältlich, was ich ebenfalls sehr erfreulich finde, weil man somit nicht zweimal für dasselbe seine hart erarbeitete Kohle ausgeben muß! Weiter so! (Online 7. März 2006)

Chris Kraemer



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