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Bodies In The Gears Of The Apparatus/Despised Icon - Split (9/10) - USA/Kanada - 2005

Genre: Grindcore / Death Metal
Label: Relapse Records
Spielzeit: 18:26
Band homepage: Bodies In The Gears Of The Apparatus
Band homepage: Despised Icon

Tracklist:

Bodies In The Gears Of The Apparatus

  1. War Engine
  2. Problem, Response, Solution
  3. Xenophobic War Machine

Despised Icon

  1. One Last Martini (But You’ll Never Notice)
  2. Oval Shaped Incision
  3. Sever The Ties
Bodies In The Gears Of The Apparatus - Split

Ich möchte zunächst betonen, dass diese beiden Bands momentan meine absoluten Lieblingsbands sind, meine Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch. Solch hohe Erwartungen können bei einer CD recht gefährlich sein, was ich auch schmerzhaft bei BLOODBATH’s „Nightmares Made Flesh“ feststellen musste, da es zwar ein gutes Album ist, aber bei weitem nicht dem entsprach, was ich mir erhofft hatte. Nach dem ersten Durchlauf war ich leicht enttäuscht von dieser Split, vor allem vom BITGOTA-Part. Das Material auf dieser Split unterscheidet sich stark von dem von ihrer raffinierten und psychotischen Debüt-EP; wer es nicht kennt oder mein Review dazu nicht gelesen hat, dem sei gesagt, dass sie ziemlich verrückten Grind mit Breakdowns und melodischen Parts enthielt, die sich dann wieder so schnell zu Vollgas-Blasting zurückentwickelten, nachdem man sich gerade an sie gewöhnt hatte und das ganze sehr wirr wirkte. Das Material auf dieser Split ist viel erwachsener und konzentrierter als noch auf „Simian Hybrid Prototype“. Das unfassbar schnelle Blasting ist zwar nach wie vor vorhanden, ebenso wie die gelegentlich eingeworfenen Breakdowns, aber das Songwriting hat sich geändert. Die Songs klingen mittlerweile deutlich Death Metal-lastiger, was vor allem am Gesang liegt, der sich von hohen Schreien zu tiefen Death Growls entwickelt hat. Bei der Musik sind die Riffs nicht mehr so chaotisch wie auf „Simian Hybrid Prototype“, sie sind viel direkter geworden.

 

Zuerst war ich von diesen Veränderungen enttäuscht, doch mit einigen Durchläufen mehr gefällt mir das auch immer besser und ich halte es für eine logische Weiterentwicklung. Die Band musste sich weiterentwickeln und das haben sie beeindruckend geschafft. Ich vermisse zwar immer noch die hohen Schreie, aber die Growls sind alles andere als schlecht. Genug von BITGOTA geschwafelt, kommen wir zum DESPISED ICON-Part.

 

Wer DESPISED ICON’s einzigartigen Stoff nicht kennt, sollte sich schämen. Sie spielen eine Form des Grind mit etwas Deathcore, was etwas an THE RED CHORD erinnert, aber nicht so technisch klingt. Die Split ist eine Weiterführung ihrer früheren Sachen, der Hardcore Einfluss ist im Vergleich zum Grindcore-Anteil vielleicht ein wenig größer geworden. Sehr schön ist, dass sie fast völlig auf diese unglaublich nervenden gekreischten Vocals verzichtet haben, die bereits ihre früheren Sachen verunstaltet haben. Wenn ich ein Kritikpunkt an der gesamten Split äußern müsste, dann wäre dies bezogen auf die DESPISED ICON Songs, die mir ein bisschen zu lang sind um das Interesse vollständig aufrecht zu erhalten. Sie dauern zwar meist nur zwischen 3:30-4:00 Minuten, aber bei Songs mit „Strophe/Refrain/Breakdown“-Struktur verliere ich schnell die Geduld.

 

Dies ist eine sehr gute Split dieser beiden Bands, die ich absolut empfehlen kann, allerdings zahlt man nur für zwei neue Tracks, da BITGOTA ihren Part komplett zum kostenfreien Download auf ihrer Homepage anbieten. Aber hey, es ist auf jeden Fall besser die CD als die MP3s zu besitzen, also kauft sie euch. (Online 7. März 2006)

Lachlan McKellar



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