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Hel - Falland Vörandi (9,5/10) - Deutschland - 2005

Genre: Pagan Metal / Viking Metal
Label: Det Germanske Folket
Spielzeit: 59:06
Band homepage: Hel

Tracklist:

  1. Erwachen
  2. Wölwas Runen
  3. Feuergott
  4. Dämmerung
  5. Nannas Klage
  6. Hringhorns Flammen
  7. Meerfahrt
  8. Asgards Trauer
  9. Wotans Weisung
  10. Hermodes' Aufbruch
  11. Sleipnirs Blick
  12. Helritt
  13. Falland Vörandi
  14. In Helheim
  15. Flug der Raben
  16. Auf Suche
  17. Der Asen Flehen
  18. Thökk - Lokis List
  19. Der letzte Schein
  20. Abschied
Hel - Falland Vörandi

HEL aus dem deutschen Lüdenscheid sind eine dieser Bands, die ich komplett in der Versenkung gewöhnt hatte, lag die Veröffentlichung ihres Debüts „Orloeg“ doch schon 1999 und ich hatte inzwischen absolut nichts gehört. Nun, es gibt sie noch und der Nachfolger zum absolut genialen Debüt hört auf den Titel „Falland Vörandi“ und hat stolze 20 Songs anzubieten (10 davon sind allerdings unter zwei Minuten Spielzeit). Und warum dem so ist, wird auch schnell klar, wenn man sich das Konzept der Scheibe ansieht, denn hier geben sich HEL unheimlich ambitioniert und gehen ein Thema an, das bereits mehrfach umgesetzt wurde, bei dem aber die meisten Bands ziemlich auf die Schnauze gefallen sind: Balders Tod.

 

Darin geht es um die tragische Geschichte des Lichtgottes Balder, der von Loki verraten wurde und auf hinterlistige Art und Weise getötet wird, natürlich ist viel, viel mehr los, wenn ihr mehr lesen wollt, besucht diese Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Baldr. Und auch wenn HEL nur ein Duo sind, haben sie sich nicht lumpen lassen und stolze 16 Gastmusiker ins Studio geholt, um dieses epische Thema zu realisieren und das macht sich auch bemerkbar, denn die musikalische Umsetzung ist weit mehr als der typische Pagan/Viking Metal, den wir dieser Tage bekommen, mit exzellentem Klargesang, männlich wie weiblich, Chören, kratzbürstigem Kriegerkeifen und allem, was so dazwischen steht, damit eine ungemeine Tiefe hereinbringend. Zudem deckt man eine auch gewaltige musikalische Bandbreite ab, von heftigen Pagan/Viking Metal-Eruptionen über epische Hymnen und akustische Zwischenspiele mit Flöten und Geigen bis hin zu den Soundtrack-artigen Keyboards, welche eine wichtige Rolle spielen, aber nie den Song an sich überstrahlen.

 

Im Gegensatz zu den meisten anderen meiner Reviews will ich im Falle von „Falland Vörandi“ darauf verzichten, einzelne Tracks hervorzuheben, denn dieses Album ist ein Werk, das man sich in seiner Gesamtheit anhören muss, damit die Atmosphäre der Zwischenspiele, welche stets sehr eng mit der Geschichte selbst verwoben sind und damit wichtig für den Fluss des Albums sind, nicht verloren geht.

 

In meinem Review zu „Orloeg“ hatte ich HEL als Mischung aus BATHORY zu „Hammerheart“, FALKENBACH und dem Pathos von MANOWAR beschrieben, inzwischen haben sich HEL zu weit mehr als nur dem entwickelt, sicherlich findet man immer noch ein paar Elemente von den genannten Bands, aber die stilistische Vielfalt macht „Falland Vörandi“ zu einem der absoluten Genre-Highlights, ohne wenn und aber! (Online 12. März 2006)

Alexander Melzer



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