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27 tablaturen für Thyrfing


Thyrfing - Farsotstider (7,5/10) - Schweden - 2006

Genre: Viking Metal
Label: Candlelight Records
Spielzeit: 48:10
Band homepage: Thyrfing

Tracklist:

  1. Far At Helvete
  2. Jag Spår Fördärv
  3. Farsotstider
  4. Höst
  5. Själavrak
  6. Elddagjämning
  7. Baldersbalet
  8. Tiden Läker Intet
  9. Järnvidjors Dans (Japanese Bonus Track)
Thyrfing - Farsotstider

THYRFING sind zurück, mehr drei Jahre nach “Vansinnesvisor”, mit “Farsotstider”, dem mittlerweile fünften Album der Schweden. Ich hatte mit „Vansinnesvisor“ schon meine Probleme, die sich mit mehrmaligem Hören glücklicherweise in Luft auflösten und mit dem neuen Album sind die Probleme wieder zurück, nur noch um einiges massiver als noch vor drei Jahren.

 

Was sind nun diese Probleme? Zum einen Thomas Väänänens nochmals harscher gewordene Vocals, welche zumindest für mich persönlich immer schwerer verdaulich werden und damit beinahe einhergehend ein weiteres Zurückfahren der epischen Atmosphäre, welche die Schweden seit Jahren so ausgezeichnet hat. Stattdessen ist man noch düsterer geworden und stellt die Gitarren wesentlich stärker in den Sound als die Keyboards, was für THYRFING eine doch recht große Veränderung darstellt.

 

Der Opener „Far At Helvete“ deckt das beinahe gesamte Spektrum an Geschwindigkeiten ab, während Väänänen alles in Grund und Boden brüllt, was meine Ohren nicht wirklich gutheißen, was mit „Jag Spår Fördärv“ teils fortgeführt wird, wobei die mit eingebauten Akustikgitarren (gemeinsam mit den elektrischen, im übrigen), einen sehr interessanten Touch mit hereinbringen und die Keyboards im Hintergrund mehr Melodien einstellen. Der Titeltrack steht dann den alten THYRFING wohl am Nächsten, die Keyboards prägen den Song wieder mehr, die Rhythmik und der leichte Chor bringen auch Erinnerungen hervor, hoffentlich ist das ein gutes Zeichen!

 

Ist es zumindest teilweise, „Höst“ bringt einmal mehr akustische Gitarren zu Gehör, verbunden mit Folk Metal-artigem Rhythmus und auch wieder etwas Chor, während „Själavrak“ eine Art Mittelweg zwischen alt und neu darstellt. Der ungemein intensive Mittelteil von „Elddagjämning“ ist zweifelsohne ein Highlight des Albums, während „Baldersbalet“ mit seinem schleppenden Rhythmus auch wieder an alte Tage erinnert. Und es kommt noch besser, mit dem langen „Tiden Läker Intet“, das wieder mehr Keyboards enthält und selbst vor einer Geige nicht zurückschreckt, sehr abwechslungsreich, gut!

 

Danach habe ich auf der Promo noch einen Track, den es laut Hülle gar nicht gibt, „Järnvidjors Dans“, anscheinend der japanische Bonus-Track, mit flotten Rhythmus, schleppendem Pre-Chorus, treibendem Refrain, mit etwas Geige, hat was.

 

Jetzt liest sich das Review doch um einiges positiver an als es ursprünglich den Anschein hatte, nicht? Nun, wie schon der Vorgänger ist auch es gewachsen, aber Väänänens geharnischte Gesangsdarbietung hinterlässt immer noch einen etwas blutigen, äh, bitteren Nachgeschmack, da er für meinen Geschmack ein bisschen zu rau drüberbügelt… (Online 18. März 2006)

Alexander Melzer



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