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Bewertungserklärung

4 tablaturen für Bongzilla


Bongzilla - Amerijuanican (7/10) - USA - 2005

Genre: Sludgecore
Label: Relapse Records
Spielzeit: 42:44
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Greenthumb
  2. Stone A Pig
  3. Sunnshine Green
  4. 666lb. Bongsession
  5. Trinity (Gigglebush)
  6. Gateway
  7. Keefmaster
  8. Hashdealer
Bongzilla - Amerijuanican

Das hier ist, als würde man von einem Riesenzahnhai auf Beruhigungspillen zertrampelt, ich glaube jedoch, dass dieses Vieh eine zuviel geschmissen hat, weil dieser Big Foot, obwohl man von dem Groove bewegt wird, manchmal über deinen Schädel gleitet und bereit ist, einen vernichtenden Schlag zu versetzen, aber dann einfach denkt, „Ach, Scheiß drauf“, und seine Leidenschaft fürs Zerquetschen etwas abklingt.

 

Hier folgen wir BONGZILLA durch die Fuge ihres durch Kräuter bereicherten Volksmusikfests, während sie ein Stück markerschütternden Zermalmens aufeinander stapeln. Die Riffs entstehen, wenn man BLACK SABBATH aus der Wiege stiehlt und sie einem Fütterungsautomaten zur Erziehung überlässt, wobei das Ergebnis ist, dass die Gitarren einige Zeit brauchen, um ihren fetten Arsch vom Stuhl zu bekommen, aber wenn sie einmal Schwung geholt haben, sind sie so ziemlich unaufhaltbar. Fühlt die Hitze dieser heiß gescheuerten Schenkel.

 

Gelegentlich entdeckt dieses Mammut, wo Mama die Kekse versteckt hat, und schwabbelt hastig voller Überzeugung weiter, wobei „Tri-pack Master“ ein Beispiel dafür ist, da die Musik stufenweise fällt, wie zwei dicke Frauen eine Treppe runterfallen. Was es für mich auf die Spitze treibt, ist der Gesang. Doomige Vocals werden zugunsten eines geisterhaften Brüllens weggelassen, das praktisch auf Erfrorener-Troll-Gebiet liegt und auf einem Black Metal-Album nicht fehl am Platz wirken würde. Dies hat die Auswirkung, dass es das Lächeln von der fröhlichen Dunstigkeit wischt, die oft mit solcher THC-Anbetung assoziiert wird, und stattdessen die Düsternis eingebracht wird. Es tut mehr, als einen schlechten Trip nur anzudeuten.

 

BONGZILLA halten es mit einem Minimum an Lead-Melodie primitiv und verlassen sich hauptsächlich auf das Gewicht des Rhythmus. „Weedy Woman“ stapelt die Pfunde in Kontrast zu einer der Bedeutungen des Titels („Dürre Frau“) wirklich. Ich glaube, die Band hat dafür das Angriffsarsenal eines unterseeischen Killers gestohlen.

 

“Amerijuanican” rollt langsam daher wie ein zehn Tonnen schwerer Pusteblumensamen und ist genauso verschwommen. Dass das heavy ist, wird nie bezweifelt, aber man kriegt das Gefühl, dass da ein leichter Mangel an Überzeugung ist, dieser ist jedoch keineswegs durchweg augenfällig. Es hätte vielleicht von mehr „wo soll ich meinen Finger als Nächstes hintun?“-Lead-Arbeit profitieren können, die durchweg spärlich enthalten ist, aber das ist natürlich Geschmackssache.

 

Falls ihr einfach einen entspannten Tag haben wollt, dann könnte dieses Album als die perfekte Begleitung dienen, also holt euch ein Exemplar, falls ihr euch dazu aufraffen könnt. (Online 23. März 2006)

Niall MacCartney



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