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Als Vorwort zu diesem Review sollte ich sagen, dass mein Wissen über deren Repertoire nur die Ära von John Arch abdeckt, obwohl ich zugleich ein großer Fan von FATES WARNING bin. Ich finde, dass die ersten drei Alben absolute Meisterwerke des früheren Progressive Metal sind, aber aus irgendeinem Grund hatte ich nie wirklich das Verlangen, irgendwas anzuhören, das die Band veröffentlichte, nachdem Herr Arch die Gruppe verlassen hat. Um das gesagt zu haben, meine Erfahrung mit dieser DVD ist grundlegend auch die Erfahrung mit einer brandneuen Band. Traurigerweise, nach dem Betrachten dieser Veröffentlichung ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass das Verlangen, die späteren FATES WARNING anzutesten wohl nie an die Oberfläche dringen wird.
Die Hauptattraktion hier ist ein Live-Auftritt, der in Athen aufgenommen wurde, aber man kann das vermutlich auch vom Titel der DVD entnehmen. Die Performance ist ziemlich angemessen, welche die Band mit einer Leichtigkeit und einem Vertrauen auf der Bühne zeigt. Die Sound- und Videoqualität sind allererste Sahne, aber das wird von der Kinematographie ruiniert. Ich würde erwarten, dass die Schnitte zumindest synchron mit der Musik seien, aber stattdessen kommen wir in den Genuss von Fotomontagen, die keinen Rhythmus, keinen Fluss, keinen Sinn und keinen Zweck haben. Wahrlich, warum sollten sie eine Aufnahme von Ray Alder, der die Mikrofonschnur am Boden der Bühne neu einrichtet, inkludieren, wenn sie definitiv auch anderes Material hätten, was sicher viel interessanter anzusehen wäre?
Die Extras hier sind eben noch weniger interessant. Zuerst bekommen wir ein „Hinter den Kulissen“-Material, welches grundsätzlich das Material von einem Soundcheck ist, eine Probe und Live-Performances der Songs vom Hauptteil der DVD, nur eben mit schlechter Sound- und Videoqualität. Das andere Feature ist ein Zwei-Song-Set vom Headway Festival in Holland aus dem Jahr 2005 mit Mike Portnoy am Schlagzeug und – ihr habt es erraten – Songs, die wir schon auf der DVD gesehen haben, aber wieder mit rundherum schlechter Qualität.
Die Die-Hard-Fans der späteren FATES WARNING werden es wahrscheinlich wollen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das sonst wen interessieren sollte. Wenn ich ein Beispiel sein sollte, „Live In Athens“ wird sicherlich keine neuen Fans für die Band gewinnen. (Online 1. April 2006)
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