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5 Jahre nach "Warrior" melden sich die schwedischen Viking Deather von UNLEASHED zurück. Mit der Musik konnte ich früher nur bedingt etwas anfangen, dafür hatte es mir das Logo schon seit jeher angetan, wenn man davon absieht, dass das umgedrehte Kreuz zu plakativ ist, der Stil des Logos war absolut mein Fall.
Musikalisch hat sich mein Geschmack seither weiter verbreitert, also habe ich mich schon darauf gefreut zu hören, wie man sich im Jahre 2002 anhört. Es ist schon mal garantiert kein Göteborg-Death, bei UNLEASHED geht es um einiges rauer und härter zur Sache, wobei hier Härte nicht unbedingt mit Geschwindigkeit gleichgesetzt werden sollte. Bei diesem Quartett geht es eher mittelschnell zu, dabei aber gibt es aber dennoch die Keule.
Insgesamt sind UNLEASHED geradlinig, relativ einfach, keine großen Experimente und Johnny Hedlunds Stimme ist kein Grunzen, sondern eher eine sehr raue Stimme, die aber stets sehr gut verständlich bleibt. Das Eröffnungstrio "Don't Want To Be Born" (groovig, mittelschnell, stampfend), "Hell's Unleashed" (flotter Death Metal-Kracher) und "Demoneater" (geradlinig, rau, fast etwas rotzig daherkommen, mir kommt fast eine Death Metal-Version von MOTÖRHEAD in den Sinn) legt gleich ordentlich vor und hinterlässt einen wirklich guten Eindruck. Auch VENOMs "Black Metal" als "Death Metal" neu zu vertonen ist eine witzige und gelungene Idee, genauso wie ich den schnellen Bolzen "Peace, Piece By Piece" als gelungen ansehe.
Leider können die Herren Wikinger dieses Niveau nicht über die ganze Distanz halten halten, was sicherlich auch mit der Tatsache zu tun hat, dass man stolze 15 Songs auf "Hell's Unleashed" draufgepackt hat. Sachen wie "Mrs. Minister" oder "Joy In The Sun" sind zwar an sich keine schlechten Songs, muten aber wie Füllmaterial an, das man vielleicht besser weggelassen hätte... Manche sind einfach ZU simpel gestrickt...
Weniger wäre hier sicherlich mehr gewesen, denn die guten Songs sind wirklich gut, der Rest, na ja, er zieht das Ganze doch noch nach unten und auch der nicht allzu druckvolle Sound ist nicht das Gelbe vom Ei, somit ein zwar noch gelungenes Comeback, aber eben kein hervorragendes.
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