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Heilige Scheiße!
Was dieses Album für eine außergewöhnliche Veröffentlichung ist! Das hier mag erst die vierte Full-Length-CD von DECAPITATED aus Polen sein, aber in dieser kurzen Zeitspanne ist es der Band gelungen, den Death Metal-Berg so hochzuklettern, dass sie einen großen Teil der Konkurrenz auf dem Weg nach oben runtergestoßen haben. Die Darbietung auf diesem Album ist so hoch technisch und komplex. Die Instrumente haben eine unglaubliche Menge an Speed und Talent in der Art und Weise, wie sie gespielt werden.
Der heftige Opener “A Poem About An Old Prison Man” ist total wahnsinnig, und die Brutalität folgt den gesamten Song hindurch. Es gibt einige kurze Soli, die gut in diesen Song passen, und der Gesangsstil des neu rekrutierten Sängers „Covan“ komplettiert den Song perfekt und makellos. Dieser Song war ursprünglich ein von Charles Manson verfasstes Gedicht.
“Day 69” ist der nächste Track, und auch wenn er der kürzeste Track auf dem Album ist (mit bloß drei Minuten), enttäuscht er musikalisch definitiv nicht. Covan legt in dem Song ein paar intensive Schreie hin, und Gitarrist „Vogg“ bietet einiges ultraschnelles alternierendes Zupfen hin.
Der nächste Song, „Revelation To Existence (The Trip)“ ist ein wenig langsamer als seine vorhergehenden Tracks, schafft es aber dennoch heavy und brutal zu bleiben.
“Post Organic” ist einer meiner Lieblings-DECAPITATED-Songs, die je geschrieben wurden. Ich weiß nicht, wie diese Typen so gottverdammt talentiert geworden sind, aber wen kümmert’s! Dieser Song schreit (förmlich) nach Intensität. Das in diesem Song dargebotene Gitarrensolo ist nicht von dieser verdammten Welt, und das Drumming ist überschallschnell, sozusagen zumindest.
“Visual Delusion” ist ein weiterer glänzender Track auf diesem Album. Die Technik ist, wie sagt man so schön, extrem ohne Ende; und die Lyrics sind bemerkenswert. Dieser Song wurde basierend auf einem Traum eines der Bandmitglieder geschrieben.
“Flash-B(l)ack” ist ein weiterer grooviger Track auf der CD, den ihr euch definitive über eine Millionen Mal anhören solltet. Die Doppelgitarren-Attacke versetzt euren Trommelfellen wirklich einen ordentlichen, geschwinden Schlag!
Und nun kommen wir zu dem abschließenden Epos “Invisible Control”. Ein weiteres technisches Meisterwerk, das genauso viel Aufmerksamkeit (oder gar noch etwas mehr) verdient wie all die anderen Songs auf „Organic Halucinosis“. Die Gitarren in diesem Song verleihen dir wirklich ein erheiterndes Gefühl und werden dein Adrenalin definitiv mit Höchstgeschwindigkeit durch jede Vene und aus jeder Öffnung in deinem Körper fließen lassen.
Ich kann DECAPITATED für dieses Album nicht genug danken. Je öfter ich es mir anhöre, desto mehr liebe ich es. Bei solcher Intelligenz und solchem Talent frage ich mich, warum diese Jungs nicht beliebter sind. Na ja, zumindest konnte ich mir all ihre fantastischen Platten anhören. Glückwunsch, DECAPITATED. Ihr habt euren Fans ein Album gegeben, das 100%ig makellos ist.
Ihr seid noch immer dieses Review am lesen? GEHT DIE CD KAUFEN! (Online 9. April 2006)
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