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Hier ist mal eine angenehme Überraschung – eine großartige Black Metal-Band mit Folk-Touches, sogar aus Israel! Ich weiß nichts über diese Band, außer dass sie melodischen Black Metal im Stile von MELEK TAUS spielen und dass sie sich nicht allzu lange nach dieser (ihrer einzigen) Veröffentlichung aufgelöst haben. Wie ihr euch denken könnt, ist das hier also eine sehr seltene CD.
Der Opener “A Requiem…” gibt mit seinen großartigen Keyboardmelodien und der krächzenden Gesangsarbeit von Y Lahav das Tempo für den Rest der Platte an. Das setzt sich in den nächsten beiden Tracks fort (achtet auf die großartigen Synthie-Parts in „Above The Silvery Fog“ – erinnert mich ans Mittelalter oder so...). Die Band behält diesen Stil den Großteil der Platte über bei, und leider wird er nach ein paar Durchläufen etwas langweilig, aber der Gesamtsound ist ziemlich beeindruckend. Die besagten Keyboards werden großartig eingesetzt (für gewöhnlich verabscheue ich den Gebrauch von Keyboards in Black Metal, aber diese Band macht es einfach richtig), und die Riffs werden alle kompetent dargeboten.
Das ganze Album über sind traditionelle hebräische Gebete und Gedichte eingestreut, die eine Spur von Emotionen und Qual vermitteln sollen (sie handeln von dem Totengebet und Verlust), aber da ich kein Wort Hebräisch/Jiddisch verstehe, erreicht mich die Band damit nicht. Aber abgesehen von diesem Problemchen ist das hier ein Qualitätsalbum voller episch klingendem, melodischem Black Metal mit dem gelegentlichen Folk/Goth-Touch. Die Produktion ist anständig und alle Instrumente sind hörbar, und das Booklet ist ebenfalls eine Augenweide (ich konnte nicht anders als zu lachen, als ich mir die Bandbilder auf der Innenseite angesehen habe, wo die Mitglieder mit Schwertern in der Hand von einer Klippe springen...hehehe).
Es gibt über diese Band und dieses Album wirklich nicht viel mehr zu sagen. Sie werden nicht aus dem Morast anderer, ähnlicher Bands da draußen hinausragen, aber während dem gelegentlichen Anhören beeindrucken sie ab und zu. Falls ihr höchst obskuren israelischen Black Metal (die Tr00-Kvlt-Elitisten werden natürlich sagen, dass es so etwas gar nicht geben dürfte) hören wollt, dann checkt GRIMOIRE ab. (Online 13. April 2006)
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