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De Gladas Kapell - Spelar Nilsson (7/10) - Schweden - 1978/2005

Genre: Progressive Rock
Label: Lion Music
Spielzeit: 51:09
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Havanna Boogie
  2. Kelt Visan
  3. Samballad
  4. De Gladas Kapell
  5. Morgonlat
  6. Rio Déjà Vu
  7. Losnasor At Konstaplarna (Bonus Track)
  8. Nyspolat (Bonus Track)
De Gladas Kapell - Spelar Nilsson

Das ist unglaublich! Die vier Schweden nahmen dieses Release bereits im Jahre 1978 auf. Jetzt hat Lars Mattson, der Besitzer von Lions Music, entschieden, diesen Klassiker wieder neu aufzulegen. Es ist wahrhaftig wilde Musik. Diese Jungs gehen ab als ob es kein Morgen mehr gäbe. „Havanna Boogie“ ist nichts anderes als ein Jam- Fest das durch Heaviness, technischer und professioneller Gitarrenarbeit und Drums, die einfach nicht von dieser Welt scheinen, genährt wird. Es ist laut und geräuschvoll, aber es ist Jazz. Das Piano wird voraussichtlich eingesetzt um den Sound etwas zu dämpfen und ihm eine gewisse Klasse zu verleihen.

 

„Kelt…“ ist in einem etwas relaxteren und klassischeren Soundgewand gehüllt. Wunderschöne Gitarrenarbeit und professionelles Piano umgeben diesen Song. In „Samballad“ gibt es dann sehr viel rhythmische Action. Dieser Track wird euch sicherlich mit den Füßen mitwippen und mit den Hüften mitkreisen lassen. Manche Leute werden sich jetzt vermutlich fragen, was diese Art von Musik hier zu suchen hat, wenn sie nicht brutal, heavy oder hard- rockend ist. Die Antwort darauf ist einfach. Viele Künstler wie MESHUGGAH oder Jazzcore Bands, ja sogar DREAM THEATER haben Jazz studiert (in welcher Form auch immer), denn sie benutzen dieselben Mittel und Noten, wie diese Künstler hier. Der einzige Unterschied liegt darin, dass diese Jungs diese machen und sie so manipulieren, dass sie zu ihrem Stil passen.

 

Ich sage ja nicht, dass ihr jetzt rausgehen sollt und euch die ganze Diskographie der Band zulegen sollt, aber versucht doch einfach mal einen oder zwei Songs anzuhören und dann euch eure eigene Meinung darüber zu bilden. Wenn ihr es nicht mögt, auch recht. Wenigstens könnt ihr dann sagen, dass ihr ihnen eine Chance gegeben habt. Wenn ihr sie mögt, dann werdet ihr vielleicht auch Gefallen an anderen Künstlern wie Miles Davis oder John Coltrane finden. Es ist eine ganz andere Welt die es zu erforschen gilt und wenn eure Lieblingstruppen schon langsam eintönig werden, solltet ihr euch selbst den Gefallen tun und diesen Jungs eine Chance geben. Das ist alles, was ich zu sagen habe. (Online 29. April 2006)

Joe Florez



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