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Fleshgore - May God Strike Me Dead (7,5/10) - Ukraïne - 2006

Genre: Death Metal
Label: This Dark Reign Recordings
Spielzeit: 33:44
Band homepage: Fleshgore

Tracklist:

  1. Crackdown
  2. Fag End
  3. Day Of Doom >mp3
  4. Passion
  5. Greed
  6. Obtrusion >mp3
  7. No Way Out!
  8. Time To Stop
  9. Twisted Reality
Fleshgore - May God Strike Me Dead

In letzter Zeit habe ich mir einige Death Metal-Bands angehört, die ich total langweilig fand. Ich bin der Erste, der zugibt, dass Death Metal die langweiligste Musikform sein kann, welche dieser Planet zu bieten hat. Zum Glück haben wir Bands wie FLESHGORE, die diese schrecklichen Stunden des Hörens von Musik, die überhaupt kein Interesse weckt, wettmachen. Dieses ukrainische Quintett begann seine Karriere im Jahre 2000 und veröffentlichte zwei Jahre später ihr erstes Material in Form einer EP namens „Interuterine Dilemms“. Ich denke, dass sie eigentlich „intrauterine dilemmas“ (Anm. d. Übers.: intrauterine = intrauterin, in der Gebärmutter) schreiben wollten, da das Cover zwei Föten in einer Gebärmutter zeigt. In anderen Worten, kein perfektes Englisch, aber ich bin vielleicht nicht die richtige Person, um sie zu kritisieren. „May God Strike Me Dead“ ist ihre zweite Full-Length-Veröffentlichung, „während „Killing Absorption“ (2003) die erste war. Falls die Qualität dieses Materials ähnlich gut wie die ist, die auf „MGSMD“ geboten wird, könnte es sich durchaus lohnen, sich mit ihren früheren Werken zu befassen.

 

Ich würde die Musik von FLESHGORE als Mischung aus DYING FETUS, BROKEN HOPE und PROSTITUTE DISFIGUREMENT beschreiben, eine verdammt geile Mischung, anders ausgedrückt. Wenn der Sänger kreischt, ist es, als würde man Niels The Pig von PD hören, während es bei einigen der tiefen Death-Grunzer ist, als würde man Mr. Ptacek von BROKEN HOPE hören, wirklich sehr gutes Zeug. Es würde einem schwer fallen, einen abwechslungsreicheren Einsatz extremer Vocals in einer Death Metal-Band zu finden. Es wäre noch schwerer, einen Sänger zu finden, der sie alle so gut darbieten kann.

 

Die Soundqualität auf “MGSMD” ist alles, was man von einem Death Metal-Album verlangen kann; zumindest solange ihr nicht einer dieser Underground-Freaks seid. Jedes Instrument, außer natürlich der Bass, ist klar wie Eis, aber dennoch hat die Produktion ordentlich Druck. Keines der Riffs ist hier unter triggerfreudigen Drums oder dominanten Vocals verborgen. Und es wäre eine wahre Schande, falls das der Fall wäre, denn auf „MGSMD“ werden einige wirklich gute Riffs vorgezeigt. Ich möchte auch den Gitarristen dafür loben, dass er schöne Gitarrensoli spielt, oder sollte ich sagen qualitätsvolle; schön könnte das falsche Wort sein.

 

Wenn ihr diese Veröffentlichung mögen wollt, müsst ihr blastenden Death Metal ohne abrupte Breakdowns mögen. Die gezeigten spielerischen Fähigkeiten stellen sicher, dass die Dynamik sehr genau ist, ihr braucht euch keine Sorgen wegen schlampiger Musizierung zu machen. Wenn ich darüber nachdenke, könnte das hier die am besten produzierte und gut gespielte Musik sein, die ich jemals aus einer ehemaligen UdSSR-Republik gehört habe. Eigentlich könnte man sie mit den meisten Bands da draußen vergleichen, ohne dass FLESHGORE sich verstecken müssten.

 

Ich finde nicht, dass “MGSMD” ein perfektes Album ist, aber es war so wohltuend, Death Metal zu hören, der mein Interesse geweckt hat, dass ich nicht zu viele Sätze auf Beschwerden verschwenden wollte. Ich finde, dass sie sich am Ende des Albums ein wenig zu viel wiederholen, aber keiner der Songs ist auch nur annähernd schlecht.

 

“May God Strike Me Dead” ist für all die empfehlenswert, die ihren Death Metal technisch und gleichzeitig brutal mögen. (Online 3. Juli 2006)

Arve Henriksen



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