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Mörker - Skuggornas Rike (8/10) - Schweden - 2006

Genre: Black Metal
Label: Northern Silence
Spielzeit: 58:40
Band homepage: Mörker

Tracklist:

  1. En Dunkel Färd
  2. Skuggornas Rike
  3. Blodbad - Kristendomens Intåg
  4. Dyster Tid
  5. Evig Vinter
  6. Naturen Döljer Alla Spår
  7. Kalla Vindar Ger Oss Kraft
  8. Tidlös Värld
  9. Slaget Om Norden Del II
  10. Livets Ände
  11. Mot Dödens Portar >mp3
  12. Outro
Mörker - Skuggornas Rike

Black Metal ist schon lange kein “Kvlt“ mehr. Bands wie DIMMU BORGIR oder CRADLE OF FILTH verkaufen Alben wie warme Semmeln, während viele Underground-Black Metal Fans „Ausverkauf“ schreien und Joe Schmoe das Genre nur noch als „queer goth shit“ bezeichnet. Neue Black Metal Bands treten in Massen hervor, doch während die meisten davon sich um eine möglichst miese Produktion bemühen und Keyboards wie der Teufel das Weihwasser scheuen, gibt es auch einige Bands, die sowohl das Alte wie auch das Neue im Black Metal verbinden. Eine solche Band ist z.B. MÖRKER aus Schweden.

 

Schon die ersten Sekunden des Openers „En Dunkel Färd“ machen klar, dass MÖRKER sehr melodisch vorgehen und sehr auf Atmosphäre bedacht sind, anstatt einfach nur brutal zu klingen (wie etwa bei IMMORTAL’s Kultalbum „Pure Holocaust“); das Album enthält zudem Keyboards und Streicherarrangements, Chöre... sogar akustische Zwischenspiele, was heutzutage ja anscheinend sehr beliebt ist. In manchen Songs klingen MÖRKER sogar richtig süßlich, wie etwa in „Dyster Tid“ mit seinem Thema, das an einen nordischen Saufsong oder an ein Kinderlied zum Einschlafen erinnert (wobei sie durchaus stark verzerrte Gitarren einsetzen). Doch all ihre musikalischen Ideen sind trotz einer gewissen Einfachheit sehr gut bedacht und ausgearbeitet worden... sie spielen gelegentlich Gitarrensoli (die von Grimner stammen, der neben sämtlichen Gitarren hier auch den Bass zupft), verwenden ein spielerisches Folk Outro, das an DISSECTION erinnert (mit Piano, Streichern und leichten akustischen Gitarren)... der einzige Schwachpunkt dieses Debüts ist, trotz aller Tadellosigkeit, die Vorhersehbarkeit der Musik, zudem scheinen sie ungern Risiken einzugehen, sie bleiben den Wurzeln treu mit ihren traditionellen Black Metal Songstrukturen und –melodien. Experimentelle Eskapaden der Marke EMPEROR oder atonales Geschreddere gibt es hier nicht... aber dennoch sind sie gut.

 

Die Produktion ist sehr gut, VOR ALLEM für ein Black Metal Debütalbum… ich vermute mal, dass die Drums programmiert wurden (vom Synthie von Larssa) und sie produktionstechnisch mehr Wert auf die Gitarren und den Bass gelegt haben, da man jede Note der beiden Instrumente perfekt heraushören kann, was eine schöne Abwechslung zu den sonstigen, so häufig vertretenen  Müllproduktionen ist. Der Gesang ist gut, könnte aber etwas besser abgemischt sein und Ascaroth dürfte ruhig etwas derber schreien – er tönt etwas schwach. Was die Drumprogrammierung angeht, hat Larssa einen guten Job hingelegt! Ich bin mir sicher, dass er viel Zeit dafür investiert hat, die Drums umfassen einige Fills, die den Hörer bei der Stange halten und allzu maschinell klingen sie auch nicht.

 

Insgesamt ist das Album gut und hat seine Punktzahl verdient, beeindruckend ist das schon für ein Debüt, das nicht zuletzt auch aufgrund der Produktion so viel Spaß macht. Besonders wer auf DIMMU BORGIR’s „Enthrone Darkness Triumphant“ steht, wird begeistert sein! Wer mit langsamerem Stoff als MARDUK nichts anfangen kann, sollte sich fernhalten... doch diese Band hat enormes Potential, vor allem dürfte sich dies mit einem richtigen Drummer und Bassisten bemerkbar machen! (Online 22. August 2006)

Sean May



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