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Ich habe einige Leute sagen hören, dass es an der Zeit wäre einer der einflussreichsten Bands des Gothic/Doom/Death Metal einen würdigen Tribut zu zollen: KATATONIA. Nun hat das kleine, aber sehr feine deutsche Northern Silence-Label diese Rufe erhört und nicht nur ein einfaches Tribut-Album auf die Beine gestellt, sondern eine Doppel-CD, die sich auf die frühen Werke der Schweden konzentriert und sie haben damit einen verdammt guten Job hingelegt!
Bedeckt mit einem Cover-Artwork von niemand Geringerem als Kristian Wåhlin erstreckt sich das Teil von “Jhva Elohim Meth” bis zu einem Song von “Discouraged Ones”, so dass der Hauptanteil aus der Zeit stammt, bevor KATATONIA die mehr Alternative-beeinflussten Regionen entdeckten. Die Bands auf diesem Album kommen größtenteils aus dem Black Metal-Genre, was insgesamt für eine sehr interessante Compilation sorgt.
Ich könnte theoretisch jetzt alles Track für Track durchgehen, aber ich werde mich eher auf die Bands konzentrieren, die auffallen, egal wie. FOSCOR geben den Gitarren und Rhythmus einen gewissen Nordischen Black Metal-Touch, was eine sehr angenehme Überraschung ist, während BEATRIK dies noch weiter führen und die Stimme noch roher und kreischiger halten und auch den genretypisch leicht blechernen Gitarrensound einsetzen. Während AEVERON einen guten Job hinlegen und “Shades Of Emerald Fields” in ihren abwechslungsreichen melodiösen Death Metal übertragen, enttäuschen XASTHUR und ihr Versuch an “Palace Of Frost” doch ziemlich. Rauerer Sound, die Vocals in die Instrumente gematscht, wohl mein persönlicher Un-Lieblingssong unter den 17 Vertretern auf diesen Scheiben. Auf der anderen Seite überraschen GEIST sehr positiv und DARK FORTRESS klingen definitiv anders als sonst, einen guten Mittelweg zwischen ihren eigenen Black Metal und dem Song hier fahrend.
Auf der zweiten CD liegen die Highlights klar bei HEL (feat. Winterheart), die “Cold Ways” ihren warmen Sound verleihen, komplett klar gesungen und auch etwas weiblicher Unterstützung, während FARSOT sehr melodiöse Musik mit sehr harscher Black Metal-Stimme und etwas gesprochenem Wort verbinden, so seltsam sich dies ob meines persönlichen Geschmacks nun auch anlesen mag, es klingt sehr gut und die Geige ist das Tüpfelchen auf dem I! Und OCTOBER FALLS’ komplett akustische Version von “For Funerals To Come…” ist ein weiterer Moment schierer Brillanz ganz zum Schluss. Die einzige Art Tiefpunkt sind FRAGILEHOLLOW, nicht weil die Band oder die Version schlecht wären, sondern nur weil ihr poppiger Gothic Rock absolut nicht zum Rest dieser Scheibe passt.
Wie man es nun aber auch drehen mag, das hier ist eines der besten Tributalben, die mir bisher untergekommen sind, wenn ihr also ein Fan von KATATONIA seid, solltet ihr es anchecken!
(Online 27. November 2006)
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