|
Aus England, dem Mutterland des Metals schippert diese Doom-Band mit dem mysteriösen Namen THE LAMP OF THOTH zu uns übern Teich. Es handelt sich um den Namen eines obskuren Geheimbundes und die Mission ist unmissverständlich: wir scheißen auf alles Trendige und Plüschige! Der Opener ist dann eher NWOBHM, denn purer Doom, das ist aber völlig wurscht, denn dieser Song hat das gewisse Flair, dass auch schon früher Metal zum Kult machte. „Sunshine“ ist dann wesentlich slower und purer Doom, wobei auch da später das Tempo angezogen wird. Wir sprechen da allerdings immer noch über „Tempo“ inmitten des Doomgenres, gelle?
„Frost & Fire“ ist natürlich ein Cover der Legende CIRITH UNGOL. Durch den cleanen Gesang klingt das Stück tatsächlich anders. The Overly Melancholic Lord Strange (hüstel) hat eine Stimme, wie sie in den Anfangstagen des Metals üblich war, mittelhoch, etwas melancholisch…Typisch british eben, das wertet meiner Meinung den Sound auch auf. Ich stehe und stand ja schon immer auf die NWOBHM-Ära. Als weiters Mitglied im Line-Up darf ich Lady Pentagram begrüßen, die für die Drums Of Doom zuständig ist und ziemlich lecker aussieht. Von wegen im Doom gibt es keine Frauen? Als Dritter im Bund gesellt sich Randy Reaper (uuh!) dazu, denn Klampfen braucht man ja auch schließlich. Beim nächsten Track „Blood On Satan’s Claw“ fällt der Sound ziemlich ab…Doom ist das auch nicht, aber eine spaßige Mitgröhlhymne mit ordinärem Refrain. Trotzdem strange. Beim Rausfeger „Into The Lair Of The Gorgon“ gibt es sehr kauzigen Gesang zu hören und wieder ist es kein purer Doom, aber dennoch werden Freunde des gepflegten Obscure-Metals juchzen!
Fazit: Doom-Puristen könnte es stören, dass nicht der reinen Lehre gefrönt wird, NWOBHM-Anhängern könnte es zu doomlastig klingen - Kauzmetalfans müsste das Ganze allerdings bestens zusagen. Bin mal gespannt wie die angepeilte Full-Length (vorsicht Spuckalarm) wird.
(Online 14. April 2008)
|